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Zufällige Sprüche
Denn von den Extremen ist das eine mehr, das andere weniger fehlerhaft. (Aristoteles)
Wäre die Liebe ein physikalisches Phänomen, als Freude am Besitz, Freude an Vollkommenheit, Erinnerung an Freude oder dergleichen, so liebten wir nicht Unvollkommenes, Abwesendes, Tote. Je vollkommener und je gegenwärtiger etwas ist, desto schwerer ist es uns, es zu lieben. (Walther Rathenau)
Wer, wie der Fuchs, ein Amt erschleicht, // Der wird es als ein Wolf verwalten. (Karl Friedrich Kretschmann)
Amors Pfeil hat Widerspitzen, // wen er traf, der lass ihn sitzen // und erduld ein wenig Schmerz! (Gottfried August Bürger)
Je weniger wir Trugbilder bewundern, desto mehr vermögen wir die Wahrheit aufzunehmen. (Erasmus von Rotterdam)
Sein heißt, sich behaupten, sich bejahen, sich lieben; wer des Lebens überdrüssig, nimmt sich das Leben. (Ludwig Feuerbach)
Eine schöne Jungfrau trägt ihr Heiratsgut im Angesicht. (Christoph Lehmann)
Wenn der Stimmzettel gesprochen hat, so hat die höchste Instanz gesprochen. (Victor Hugo)
Vertraue auf Gott und du brauchst dich nicht zu fürchten. (Jonathan Edwards)
Kein Handwerk ohne Lehrzeit. (Jean de La Bruyère)
Ich gehe noch weiter und sage: es ist ganz was anders, Dinge von einander zu unterscheiden, und den Unterschied der Dinge erkennen. (Immanuel Kant)
Alles ist im Menschen, alles ist für den Menschen! Es besteht nur der Mensch; alles übrige ist das Werk seiner Hände und seines Gehirns! Der Mensch! Das ist groß! Das klingt... stolz! Der Mensch! (Maxim Gorki)
Laßt uns nit lossurren wie die Bremsen, daß uns ein Wind aufbrauset und ein anderer zerweht. (Friedrich Wolf)
Lügen haben kurze Beine, aber die Lüge hat ein kurzes Bein (Anspielung auf Joseph Goebbels, der einen Klumpfuß hatte) (Ernst Röhm)
Man hat nicht Ursach der Wendischen Sprache sich zu schämen; hat doch wol mancher der Wendischen Sprache es zu verdanken, da0 er befördert worden: Wenn etliche Herren von Adel nicht Wendische Bauern hätten/ es stünde gar schlecht um sie. Es ist solche Sprache nicht etwan nova, vel confusum quoddam chaos, nicht eine neue und aus vielen Sprachen zusammen gerafte und gestoppelte Sprache/ wie etliche in denen linguis und Historiis unbewanderte vermeinen. (Michael Frenzel)
Straff muß sein, doch soll Barmhertzigkeit vorgehen. (Julius Wilhelm Zincgref)
Nie die Geheimnisse der Höheren wissen. Man glaubt, Kirschen mit ihnen zu essen, wird aber nur die Steine erhalten. Vielen gereichte es zum Verderben, dass sie Vertraute waren: Sie gleichen einem Löffel aus Brot und laufen nachher dieselbe Gefahr wie dieser. (Baltasar Gracián y Morales)
Ich fürchte die Danaer (Griechen), auch wenn sie Geschenke bringen. (Vergil)
Wenn der Mensch keinen Genuss mehr in der Arbeit findet und bloss arbeitet, um so schnell wie möglich zum Genuss zu gelangen, so ist es nur ein Zufall, wenn er kein Verbrecher wird. (Theodor Mommsen)
Wenn sich der Himmel grau bezieht, // mich stört's nicht im geringsten. // Wer meine weiße Hose sieht, // der merkt doch: Es ist Pfingsten. (Joachim Ringelnatz)
Es lebt ein Gott, zu strafen und zu rächen. (Friedrich Schiller)
Es gilt dabei nicht, die Eingeborenen zu Europäern zu machen! Das wäre aussichtslos und in der Absicht falsch. Das Ziel kann nur sein, eine bodenständige Kultur höheren Grades heraufzuführen. (Wilhelm Solf)
Mit einem Worte, das moralische Gesetz verlangt Befolgung aus Pflicht, nicht aus Vorliebe, die man gar nicht voraussetzen kann und soll. (Immanuel Kant)
Ein Dutzend direkter Tadel ist leichter zu ertragen als ein dahergeschenktes Kompliment. (Mark Twain)
Man muss die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen kann. (Mark Twain)
Es ist der Menschheit eigen, dass sie sich über die Menschheit erheben muss. (Friedrich Schlegel)
Nun fahre ich hin ins Paradies! (Jakob Böhme)
Wir sehen also, daß wir dem Begriffe der Gleichzeitigkeit keine absolute Bedeutung beimessen dürfen, sondern daß zwei Ereignisse, welche, von einem Koordinatensystem aus betrachtet, gleichzeitig sind, von einem relativ zu diesem System bewegten System aus betrachtet, nicht mehr als gleichzeitige Ereignisse aufzufassen sind. (Albert Einstein)
In dem Haus in dem du bleiben willst, sei rechtschaffen und stehle nicht. (Benvenuto Cellini)
Wer Waffen schmiedet, bereitet Krieg und muss davon der Zither Klang nicht erwarten. (Johann Wolfgang von Goethe)
Dein Pferd sei zuverlässiger Freund, nicht dein Sklave. (Xenophon)
Der Mensch verkrüppelt in der Einsamkeit, der richtige, volle, gesunde Mensch ist nur der Mensch in der Gesellschaft. (Rudolf von Jhering)
Ich musste das Wissen aufheben, um zum Glauben Platz zu bekommen. (Immanuel Kant)
Die Rach ist kein vergeßlich Weib,/ Sie dringt zwar langsam auf den Leib, /Allein mit desto schärferm Streiche. (Johann Christian Günther)
Autorität kann zwar demütigen, aber nicht belehren; sie kann die Vernunft niederschlagen, aber nicht fesseln. (Johann Georg Hamann)
Es war ein flüchtiger Blick weit zurück in das arkadische Leben, oder noch weiter zurück in das Goldene Zeitalter, bevor die Menschheit mit Sünde und Kummer beladen und das Vergnügen von jenen Schatten verdunkelt war, die es überhaupt erst plastisch und zum Glück machen. (Nathaniel Hawthorne)
Wer immer sich zum Schüler macht, // Wird immer einen Meister finden. (Friedrich von Hagedorn)
Fast überall wo es Glück giebt, giebt es Freude am Unsinn. (Friedrich Nietzsche)
Zu unserer Besserung bedürfen wir eines Spiegels. (Arthur Schopenhauer)
Meistens belehrt uns erst der Verlust über den Wert der Dinge. (Arthur Schopenhauer)
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