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Zufällige Sprüche
Gott wird als Du oder als Ich erlebt, jenachdem wo das Bewußtszentrum ruht; doch wer Ihn als Ich erlebt, erlebt Ihn tiefer. (Hermann von Keyserling)
Verstecke sind unzählige, Rettung nur eine, aber Möglichkeiten der Rettung wieder so viele wie Verstecke. Es gibt ein Ziel, aber keinen Weg; was wir Weg nennen, ist Zögern. (Franz Kafka)
Es ist viel sicherer, zu wenig als zu viel zu wissen. (Samuel Butler d.J.)
Es ist kein Autor so gering und klein, // Der nicht dächt', etwas Recht's zu sein. (Wilhelm Hauff)
Es gibt zweierlei Geschichte: die offizielle, verlogene Geschichte, die man lehrt, die Geschichte ad usum delphini, dann die geheime Geschichte, die die wirklichen Zusammenhänge der Geschehnisse berichtet, eine schmachvolle Geschichte. (Honoré de Balzac)
Politik läßt sich rückgängig machen, Geschichte nicht. (Arthur Moeller van den Bruck)
Denn, ich wiederhole es, alle Tugend, die irgendwie eines Lohnes wegen geübt wird, beruht auf klugen, methodischen, weitsehenden Egoismus. (Arthur Schopenhauer)
Eine merkwürdige Art Mensch ist der Beamte eines magistratischen Bezirksamtes. Erledige ich eine Angelegenheit schriftlich, so lädt er mich vor. Gehe ich das andere Mal gleich selbst hin, so fordert er mich auf, eine Eingabe zu machen. Ich muss rein auf die Vermutung kommen, daß er das eine Mal mich kennen lernen und das andere Mal ein Autogramm von mir haben wollte. (Karl Kraus)
Gipfel gränzt an Thal. Um edle Spartaner wohnen unmenschlich behandelte Heloten. Der römische Triumphator mit Götterröthe gefärbt ist unsichtbar auch mit Blute getüncht: Raub, Frevel und Wollüste sind um seinen Wagen: vor ihm her Unterdrückung: Elend und Armuth zieht ihm nach. (Johann Gottfried Herder)
Klotzen, nicht Kleckern! (Heinz Guderian)
Siehe, daß es nicht möglich ist, Dir durch Geschriebenes zu hinterlassen, all jenes was durch den Zahn der Zeit ausgelöscht wird: Denn das Erbwort der geheimen Prophezeiungen wird in meinem Magen eingeschlossen sein (Nostradamus)
Alles, was an Großem in der Welt geschah, vollzog sich zuerst in der Phantasie des Menschen. (Astrid Lindgren)
Der hat die Macht, an den die Menge glaubt. (Ernst Raupach)
Dass das Weib sinnlicher ist als der Mann, das zeigt sogleich ihre leibliche Bildung an. (Søren Kierkegaard)
Doch was wäre der Mensch ohne Leiden? Ein Kind ohne Erziehung, ein Sohn ohne Vater, ein Wanderer auf dem Wege zum Verderben. (Carl Nicolaus Kähler)
Der echte Schüler lernt aus dem Bekannten das Unbekannte entwickeln und nähert sich dem Meister. (Johann Wolfgang von Goethe)
Der Rhein, // Und wär's nur um den Wein, // Der Rhein soll deutsch verbleiben. (Georg Herwegh)
Wenn Euer Gewissen rein ist, so seid Ihr frei. (Johann Wolfgang von Goethe)
Sehnsucht ist die Nabelschnur des höheren Lebens. (Søren Kierkegaard)
Allen Beifall gewinnt, wer das Nützliche unter das Angenehme mischt // dadurch, dass er den Leser ebenso erfreut wie ermahnt. (Horaz)
Bürge, doch den Schaden rechne dir selbst zu! (Thales von Milet)
Geduld ist eine Tugend an einem Indianer und kann einem christlichen Weißen nicht zur Schande gereichen. (James Fenimore Cooper)
Ich liebe und hasse zugleich. Wie das möglich ist, fragst Du? // Ich weiß nicht wie, doch ich fühle es mit höllischer Qual. (Catull)
Learning by doing! (Robert Baden-Powell)
Kultur muß Natur haben. // Noch einmal werden wir Wilde. Wann wir ganz reif sind. (Peter Hille)
Das ,Kapital' wird mir nicht einmal so viel einbringen, als mich die Zigarren gekostet, die ich beim Schreiben geraucht. (Karl Marx)
Die Juden sind heute mehr eine Volksgemeinschaft als eine Religionsgemeinschaft (Albert Einstein)
Die eigene Erfahrung ist ein sehr enger Teufelskreis. (Oscar Wilde)
Die strategische Aufgabe der Vierten Internationalen besteht nicht in der Reformierung, sondern im Sturz des Kapitalismus. (Leo Trotzki)
Ich kann nicht brechen das ist eben das Schlimme. Ich zerbreche nie, bin der prädestinierte Phönix. (Franziska zu Reventlow)
Der mittelmäßigste Roman ist immer noch besser als die mittelmäßigen Leser, ja der schlechteste partizipiert etwas von der Vortrefflichkeit des ganzen Genres. (Johann Wolfgang von Goethe)
Romantik. Alle Romane, wo wahre Liebe vorkommt, sind Märchen - magische Begebenheiten. (Novalis)
Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern, // des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand, // so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern // aus Deiner guten und geliebten Hand. (Dietrich Bonhoeffer)
Wer nach seinem Gewissen lebt, der ist kein Knecht, der befiehlt sich selbst und gehorcht sich selbst; der lebt wirklich menschlich. (Johann Geiler von Kaysersberg)
In wenigen Minuten werde ich mehr wissen als Sie. (Alfred Delp)
Die Muse der Tragödie ist zur Gassenhure geworden, denn jeder deutsche Schlingel notzüchtigt sie nach Belieben und zeugt mit ihr fünfbeinige Mondkälber, welche so abscheulich sind, daß ich den Hund bedauere, der sie anpißt. (Christian Dietrich Grabbe)
Wenn der Entschluss einmal gefasst ist, das Ohr auch für den besten Gegengrund zu schließen: Zeichen des starken Charakters. Also ein gelegentlicher Wille zur Dummheit. (Friedrich Nietzsche)
Was ich des Tags mit der Leier verdien', das geht des Nachts wieder alles dahin! (Jeremias Gotthelf)
Wir können nicht dem Konsum der Gegenwart opfern, was die Lebenschancen und Lebensnotwendigkeiten der kommenden Generation benötigen". (Franz-Josef Strauß)
Die Rückwärtsglaubenden sehen heut noch auf Erden Zustände, wie sie vor Jahrhunderten waren. (Hedwig Dohm)
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