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Wie Liebe Ausströmung inneren Wertes ist, so ist der Haß Ausströmung innerer Wertlosigkeit auf sein Objekt. Oder, wie man sich hierüber auch schon, sehr zutreffend, ausgedrückt hat: die Liebe beseelt, der Haß entseelt. (Ferdinand Ebner)
Ich kenne die süße Freiheit, nichts mehr darzustellen als mich selbst. (Joseph Roth)
Zu den Aufdringlichsten gehört ein Mensch, der sich rechtfertigt. (Richard von Schaukal)
Das Leben bildet eine Oberfläche, die so tut, als ob sie so sein müßte, wie sie ist, aber unter ihrer Haut treiben und drängen die Dinge. (Robert Musil)
Es ist die Wirklichkeit, welche die Möglichkeiten weckt, und nichts wäre so verkehrt, wie das zu leugnen. (Robert Musil)
Das Unendliche hat wie keine andere Frage von jeher so tief das Gemüt der Menschen bewegt; das Unendliche hat wie kaum eine andere Idee auf den Verstand so anregend und fruchtbar gewirkt; das Unendliche ist aber auch wie kein anderer Begriff so der Aufklärung bedürftig. (David Hilbert)
Im großen Garten der Geometrie kann sich jeder nach seinem Geschmack einen Strauß pflücken. (David Hilbert)
Warum? Warum ich lebe? Vielleicht aus Trotz? Aus purem Trotz. (Wolfgang Borchert)
Fordre kein lautes Anerkennen! Könne was, und man wird dich kennen. (Paul Heyse)
Der Geschlechtstrieb ist das Band, das uns am festesten an die Welt bindet; er ist der größte Felsen, der uns vom Herzensfrieden scheidet; er ist der dichteste Schleier, der uns die Sternenblumen des göttlichen Gesetzes verhüllt. (Philipp Mainländer)
Man muss trock’nes Brot mit Tränen gegessen haben, man muß Angst und Sorge um die Zukunft geliebter gehörigen empfunden haben, um sich mit voller Seele den Idealen der Sozialisten: Kommunismus und freie Liebe hinzugeben. Das ist das Bewunderungswürdige im Weltgang, seine Harmonie, daß der Weise, der Edle, der Gute und Gerechte mit Hilfe der Vernunft und seines reinen Gefühls genau dasselbe fordern muß, was die rohesten Egoisten fordern. Gerade Diejenigen, welche wahrhaft ihre Geschwister lieben,...
Denn größte Lieb' gebiert den größten Haß. (Ferdinand von Saar)
Dieser dicke Wälzer war ziemlich unnötig. Man hätte das auch alles in einem Satz zusammenfassen können: ‚Deutschland gibt alle Ansprüche auf zu existieren.‘ (Ulrich von Brockdorff-Rantzau)
Auf törichte Wünsche wartet zuweilen eine grausame Strafe: ihre Erfüllung. (Isolde Kurz)
Raffiniert ist der Herrgott, aber boshaft ist er nicht (Albert Einstein)
Wenn jemand Freude daran hat, bei Musik in Reih' und Glied zu marschieren, dann verachte ich ihn schon deswegen, weil er sein Gehirn nur wegen eines Irrtums bekommen hat; ein Rückenmark hätte gereicht. (Albert Einstein)
Wie bei dem Mann im Märchen alles zu Gold wurde, was er berührte, so wird bei mir alles zum Zeitungsgeschrei. (Albert Einstein)
Menschenaugen, die auf solchen Bergen glänzen, können nie ganz kurzsichtig, Herzen, die auf solchen Höhen wachsen, nie ganz engherzig werden. (Peter Rosegger)
Leute, die einen Namen haben, müssen gefaßt sein auf Zuschriften, die keinen haben. (Peter Rosegger)
Wenn wir, die doch noch wenigstens im Prinzipe für das Sparen erzogen worden sind, so riesige Schulden machen, wie sollen jene, die nach unserem Vorbilde für das Schuldenmachen erzogen werden, das Schuldenbezahlen lernen! (Peter Rosegger)
Unter Umständen ist es für manches Kind am besten, wenn es gar nicht erzogen wird. (Peter Rosegger)
Gute Menschen sind ansteckend. (Peter Rosegger)
Allem kann ich widerstehen, nur der Versuchung nicht. (Oscar Wilde)
Wir erschrecken über unsere eigenen Sünden, wenn wir sie an anderen erblicken. (Johann Wolfgang von Goethe)
Man weiß ja, daß die großen Herren Sympathie haben für Komödianten. (Klaus Mann)
Anwälte sind der Untergang Amerikas, und aller zivilisierter Nationen. (Tom Clancy)
Die Erde wär' ein Jammerthal // Voll Grillenfang und Gicht, // Wüch's uns zur Lindrung unsrer Qual // Der edle Rheinwein nicht. (Ludwig Christoph Heinrich Hölty)
Konkrete politische Aufgaben muß man in einer konkreten Situation stellen. […] Es gibt keine abstrakte Wahrheit. Die Wahrheit ist immer konkret. (Lenin)
Siebene auf einen Streich. (Gebrüder Grimm)
Um die Schönheit der Schneeflocke erfassen zu können, muss man die Kälte in Kauf nehmen. (Archimedes)
Vater schieß zu, ich fürcht’ mich nicht. (Friedrich Schiller)
Ach nur in dem Abgrund des Todes ist Ruh. (Clemens Brentano)
O ein Gott ist der Mensch, wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt, und wenn die Begeisterung hin ist, steht er da, wie ein mißratener Sohn, den der Vater aus dem Hause stieß, und betrachtet die ärmlichen Pfennige, die ihm das Mitleid auf den Weg gab. (Friedrich Hölderlin)
Nur die Gesundheit ist das Leben. (Friedrich von Hagedorn)
Versprechen machet Schuld. (Friedrich von Hagedorn)
Wer anderen schadet, schadet sich selbst. (Hesiod)
Noch einen Schritt vom Ziele, oder noch gar nicht ausgelaufen sein, ist im Grunde eines. (Gotthold Ephraim Lessing)
Einem Liebhaber, der den Vater zur Hilfe ruft, trau ich - erlauben Sie - keine hohle Haselnuss zu. (Friedrich Schiller)
Überhaupt sehe ich den Schriften, die Sie noch versprochen haben, mit der größten Erwartung entgegen; der Nutzen, den Sie mit den moralischen besonders stiften werden, wird unsäglich seyn, da schon die Grundlegung meines Erachtens das Verdienst hat, die ganze Sittlichkeit zuerst fest gegründet zu haben, und alle, so wohlthätig für unser Geschlecht, von der Speculation ab zur Thätigkeit rufen. (Gottlieb Hufeland)
Die Musik wird hier mehr geliebt als zu Ansbach, obgleich diese Residenz eine der besten Kapellen in Deutschland hat. An Feiertagen hört man hier überall Tanz und Spiel in der Stadt. Wöchentlich hat man zwei Konzerte, zu denen sich jeder abonnieren kann. (Johann Michael Füssel)
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