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Unsere Zeitgenossen sind ständig von zwei widerstreitenden Leidenschaften geplagt: sie fühlen das Bedürfnis, geführt zu werden, und dabei die Lust, frei zu bleiben. (Alexis de Tocqueville)
Zorn oder Haß in Worten, oder Mienen blicken zu lassen ist unnütz, ist gefährlich, ist unklug, ist lächerlich, ist gemein. (Arthur Schopenhauer)
Die Ethik ist in Wahrheit die leichteste aller Wissenschaften. (Arthur Schopenhauer)
Noch immer leben wir niedrig wie Ameisen, obgleich die Sage erzählt, wir seien schon vor langer Zeit in Menschen verwandelt worden. (Henry David Thoreau)
Für das Geliebte leiden ist so süß. (Franz Grillparzer)
Die aktiven Faktoren der Menschennatur sind die Neigungen und Leidenschaften; ihr Übermaß zu hemmen, ist die Aufgabe des Sittlichen. Letzteres ist daher negativ und kann als solches nicht der Zweck des Menschen sein. (Franz Grillparzer)
ein Commis-voyageur [...] warf mir sieg-gewiß die Frage entgegen: 'Wer soll denn meine Stiefel wichsen, wenn alle Menschen gleiches Glück haben?' Ich sagte ihm: Wenn Sie ihre Stiefel durchaus gewichst haben wollen und es findet sich Niemand, der es Ihnen vorthun mag, dann müssen Sie es selber thun; das Unglück wäre nicht so groß wie manches andere. (Moses Hess)
Ein ganzes Unglück verdrießt uns nicht so sehr wie ein nur zur Hälfte eingetroffenes Glück. (Karl Gutzkow)
Freundlichkeit kann man kaufen. (Kurt Tucholsky)
Ich bin kein Mensch, ich bin Dynamit. (Friedrich Nietzsche)
Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben. (Jesaja)
Die Erfindungsgabe des Menschen ist eng beschränkt; das schöpferische Gemüt kann nur mit Gegebenem arbeiten. (Houston Stewart Chamberlain)
Der Mensch soll nicht sorgen, daß er in den Himmel, sondern daß der Himmel in ihn komme. Wer ihn nicht in sich selber trägt, der sucht ihn vergebens im ganzen All. (Otto Ludwig)
Es ist die Kritik, die die einzelne Existenz am Wesen, die besondere Wirklichkeit an der Idee mißt. (Karl Marx)
Der Dogmatism (z. B. der Wolffischen Schule) ist ein Polster zum Einschlafen, und das Ende aller Belebung, welche letztere gerade das Wohltätige der Philosophie ist. (Immanuel Kant)
Ich stellte allein Betrachtungen an, wie man die Verhältnisse der Arbeiterschaft bessern und einen Krieg vermeiden könnte. [...] Die von mir angestellten Betrachtungen zeitigten das Ergebnis, dass die Verhältnisse in Deutschland nur durch eine Beseitigung der augenblicklichen Führung geändert werden könnten. (Georg Elser)
Österreich ist kein Staat, keine Heimat, keine Nation. Es ist eine Religion. Die Klerikalen und klerikalen Trottel, die jetzt regieren, machen eine sogenannte Nation aus uns; aus uns, die wir eine Übernation sind, die einzige Übernation, die in der Welt existiert hat. (Joseph Roth)
Niemand kann Österreich verstehen, der nicht zuvor unsere Bureaukratie begriffen hat. Da ist der Schlüssel zu allem. Und niemand kann uns helfen, der nicht ihrem Unwesen ein Ende macht. Sie bläst aber jedem das Licht aus, der es versucht. Denn sie hat die Macht über alles. So kommen wir nicht aus dem Zirkel heraus […]. (Hermann Bahr)
So ist mein Leib ein Gegenstand, bestimmt, andere Gegenstände zu bewegen, also ein Zentrum von Handlung; er ist nicht imstande eine Vorstellung zu erzeugen. (Henri Bergson)
Wer Politik treibt, erstrebt Macht. (Max Weber)
Wie ist jede – aber auch jede – Sprache schön, wenn in ihr nicht nur geschwätzt, sondern gesagt wird! (Christian Morgenstern)
Wer die Grausamkeit der Natur und der Menschen einmal erkannt hat, der bemüht sich, selbst in kleinen Dingen wie dem Niedertreten des Grases schonungsvoll zu sein. (Christian Morgenstern)
Wahrheit ist unglaublicher als Phantasie. Phantasie muss Sinn ergeben, Wahrheit nicht. (Mark Twain)
Schiller: oder der Moral-Trompeter von Säckingen. (Friedrich Nietzsche)
Wenn die Leute mit mir über das Wetter reden, bin ich mir stets sicher, daß sie etwas ganz anderes meinen. (Oscar Wilde)
Weh spricht: Vergeh! // Doch alle Lust will Ewigkeit, // will tiefe, tiefe Ewigkeit. (Friedrich Nietzsche)
Wir wandeln auf Glatteis und sind keinen Augenblick sicher, daß wir nicht fallen. (Friedrich Theodor Vischer)
Wer als Meister ward geboren, der hat unter Meistern den schlimmsten Stand. (Richard Wagner)
Was Menschen zu guten Christen macht, macht sie auch zu guten Staatsbürgern. (Daniel Webster)
Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen. (Johann Wolfgang von Goethe)
Ach der unseelige Ehrgeiz, er ist ein Gift für alle Freuden. (Heinrich von Kleist)
Wer gar zuviel bedenkt, wird wenig leisten. (Friedrich Schiller)
Sing, unsterbliche Seele, der sündigen Menschen Erlösung. (Friedrich Gottlieb Klopstock)
Weisheit ist Harmonie. (Novalis)
Wo die Kraft nicht reicht, komme die Täuschung hinzu. (Pietro Metastasio)
Wenn es einen Gott gibt, […] muss er notwendigerweise gerecht sein; denn andernfalls wäre er das schlechteste und unvollkommenste von allen Wesen. (Charles de Montesquieu)
[Äneas] befahl allen, bereit zu sein, und, wenn er das Zeichen gebe, durch die Tore einen Durchbruch zu machen und sich sicher zu sein, zu siegen oder zu sterben. (Dares Phrygius)
Anderen magst du viel verzeihen, dir nichts! (Ausonius)
Wo nicht die Zeit ist, fasse dich in Reden kurz. (Sophokles)
Ich habe mich im Sinne von Kants kategorischem Imperativ gefragt, was geschähe, wenn diese subjektive Maxime meines Handelns ein allgemeines Gesetz würde. Darauf kann es nur eine Antwort geben! Dann würde Ordnung, Sicherheit, Vertrauen in unser Staatswesen, in unser politisches Leben zurückkehren. (Kurt Huber)
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