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"Bescheidne Wahrheit sprech ich dir. // Wenn sich der Mensch, die kleine Narrenwelt, // Gewöhnlich für ein Ganzes hält.
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Fahr wohl, du altes Jahr, mit Freud und Leiden! // Der Himmel schenkt ein neues, wenn er will. (Annette von Droste-Hülshoff)
O der Erfahrung, die uns treulich warnt und niemals retten kann. (Achim von Arnim)
Die höchste Schönheit, die der Mensch erreichen kann, ist, daß er alle Leidenschaften in sich zu einem Kunstwerk verarbeitet, daß er wie ein Gott über allen steht und sie regiert, so daß sie nur immer von der Kraft der Seele zeigen, aber nie in widrige Verzerrung ausarten, und die höchste, ja ich möchte sagen die einzige Tugend, die der Mensch besitzen kann, ist die Wahrheit gegen sich und andre. (Sophie Tieck)
[...] die Welt ist wahrhaftig zu ernsthaft, um damit zu spassen. (Achim von Arnim)
Mein Sprüchlein heist: Auf Gott vertrau, // Arbeite brav und leb genau! (Gottfried August Bürger)
[...] Bestimmung des Menschen: die Selbstthätigkeit im Dienste des Wahren, Schönen und Guten. (Adolph Diesterweg)
[...] Wahrheit muß sein und wenn wir zugrunde gehen. (Kurt Eisner)
Wahrheit an sich ist kostbar, kostbarer aber noch die Fertigkeit, sie zu finden. (Alexander von Humboldt)
Anfangs wollt ich fast verzagen, // Und ich glaubt', ich trüg' es nie, // Und ich hab' es doch getragen, - // Aber frag mich nur nicht, wie? (Heinrich Heine)
Verbringe nicht die Zeit mit dem Suchen des Hindernisses, vielleicht ist keines da. (Franz Kafka)
Ein ewig Räthsel bleiben will ich mir, // Ich weiß genug, ich lebe dir! (Friedrich Schiller)
O! nimm der Stunde wahr, eh sie entschlüpft. // So selten kommt der Augenblick im Leben, // Der wahrhaftig wichtig ist und groß. (Friedrich Schiller)
Wissen ist Macht (Francis Bacon)
Von deinem und eurem Eigenthum trete Ich nicht scheu zurück, sondern sehe es stets als mein Eigenthum an, woran Ich nichts zu „respectiren“ brauche. Thuet doch desgleichen mit dem, was Ihr mein Eigenthum nennt! (Max Stirner)
Ein Tag innerer Versündigung kann den Menschen um ein halbes Jahrhundert an Geist, Erkenntniß und Durchdringung alles Lebendigen schwächen und veralten [...]. (Achim von Arnim)
Du hast heute Geburtstag, aber ich schicke dir nicht einmal das gewöhnliche Buch, denn es wäre nur Schein; im Grunde bin ich doch nicht einmal imstande, dir ein Buch zu schenken. Nur weil ich es so nötig habe, heute einen Augenblick, und sei es nur mit dieser Karte, in deiner Nähe zu sein, schreibe ich und habe mit der Klage nur deshalb angefangen, damit du mich gleich erkennst. (Franz Kafka)
Liebe ist, daß Du mir das Messer bist, mit dem ich in mir wühle. (Franz Kafka)
Der Noth gehorchend, nicht dem eignen Trieb [oft zitiert: Triebe], [...]. (Friedrich Schiller)
Wo die geschriebene Verfassung den realen tatsächlichen Machtverhältnissen entspricht, da wird die Erscheinung gar nicht vorkommen können, daß eine Partei ihren besonderen Feldruf aus dem Festhalten an der Verfassung macht. Wo dieser Ruf ausgestoßen wird, ist dies ein sicheres und untrügliches Zeichen, daß er ein Angstruf ist; mit anderen Worten: daß in der geschriebenen Verfassung immer noch etwas ist, was der wirklichen Verfassung, den tatsächlichen Machtverhältnissen, widerspricht. Und...
Das Christentum ist eine gewaltige Macht. Dass zum Beispiel protestantische Missionare aus Asien unbekehrt wieder nach Hause kommen - das ist eine große Leistung. (Kurt Tucholsky)
Sie wundern sich, dass die Moscheen sich so schnell leeren, obwohl sie niemand schließt? Der Türke war von Hause aus kein Muslim, die Hirten kennen nur die Sonne, Wolken und Sterne; das verstehen die Bauern auf der ganzen Erde gleich, denn die Ernte hängt vom Wetter ab. Der Türke verehrt nichts als die Natur. […] Ich lasse jetzt auch den Koran zum ersten Mal auf Türkisch erscheinen, ferner ein Leben Muhammads übersetzen. Das Volk soll wissen, dass überall ziemlich das Gleiche steht und dass es d...
Was zieht im Theater? Was auf die Frauen wirkt. Was gefällt den Frauen? Was von ihrer Sache handelt. Was ist ihre Sache? Was sie Liebe nennen. (Hermann Bahr)
Wir sind das Volk, und wir wollen, daß kein Gesetz sei; ergo: ist dieser Wille das Gesetz, ergo: im Namen des Gesetzes gibt's kein Gesetz mehr, ergo: todtgeschlagen. (Georg Büchner)
Himmel - leitet die deutsche Sprache von dem alten Wort Heime, Heimat - ab, und des Menschen Heimat ist im - Glück (Wilhelm Raabe)
Man kann nicht leben, ohne dass die Leute sprechen, // Nicht Rosen sammeln, ohne dass die Dornen stechen. (Friedrich Rückert)
Und die Natur ist vollends sprachlos. Sprachlos würde auch, wer sie verstünde. (Fritz Mauthner)
Bildung, Wohlstand und Freiheit sind die einzigen Garantien für die dauerhafte Gesundheit eines Volkes. (Rudolf Virchow)
Ideale sind gleich den Sternen. Du wirst sie nicht mit der Hand berühren, aber gleich dem Seefahrer auf den Wüsten der Wasser wählst du sie als Führer, folgst ihnen und erreichst deine Bestimmung. (Carl Schurz)
Ich möchte nicht todt und begraben seyn // Als Kaiser zu Aachen im Dome; // Weit lieber lebt’ ich als kleinster Poet // Zu Stukkert am Neckarstrome. (Heinrich Heine)
Wo eine Zelle entsteht, da muss eine Zelle vorausgegangen sein, ebenso wie das Thier nur aus dem Thiere, die Pflanze nur aus der Pflanze entstehen kann. (Rudolf Virchow)
Das Geschriebene ist ja nur Schlacke des Erlebnisses. (Franz Kafka)
Wenn ich die Leute in den Sanatorien so Revue passieren lasse - - - lauter nette, feine, gescheite, ruhige, anständige Menschen! Was macht es, daß sich einer für einen Kaiser hält und eine für eine Fürstin?! Alle sind ganz normal, bis auf eine kleine, unscheinbare, fixe Idee. Aber draußen, draußen im Leben, da ist ein jeder voll von fixen Ideen! Der eine hat Ehrgeiz, wozu, weshalb?! Der andere will von einer geliebt werden, die ihn nicht ausstehen kann. Einer stirbt vor Eifersucht wegen einer, d...
Reden ist übersetzen - aus einer Engelsprache in eine Menschensprache, [...]. (Johann Georg Hamann)
Die Mathematik ist eine gar herrliche Wissenschaft, aber die Mathematiker taugen oft den Henker nicht. ... so verlangt sehr oft der so genannte Mathematiker für einen tiefen Denker gehalten zu werden, ob es gleich darunter die größten Plunderköpfe gibt, die man nur finden kann, untauglich zu irgend einem Geschäft, das Nachdenken erfordert, wenn es nicht unmittelbar durch jene leichte Verbindung von Zeichen geschehen kann, die mehr das Werk der Routine, als des Denkens sind. (Georg Christoph Lich...
Sehr viele sind schon entzückt über ein Buch, wenn nichts darin steht als ihre vorigen Meinungen gedruckt. (Jean Paul)
Es ist weit besser, Krankheiten verhüten, als Krankheiten heilen, denn das letzere ist immer mit mehr Kraftverlust und folglich Lebensverkürzung verbunden. (Christoph Wilhelm Hufeland)
[...] thue deine Augen auf und gehe zu einem Baume, und siehe denselben an, und besinne dich. (Jakob Böhme)
In dieser Zeit des sinnlos wilden Mordens verabscheuen wir alles Blutvergießen. Jedes Menschenleben soll heilig sein. // Bewahrt die Ruhe und wirkt mit an dem Aufbau der neuen Welt. (Kurt Eisner)
Wer den Tod nicht mehr fürchtet, der allein ist frey, es ist nichts mehr, was ihn fesseln, ängstigen oder unglücklich machen könnte. (Christoph Wilhelm Hufeland)
Wo keine Götter sind, walten Gespenster, [...] (Novalis)
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