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Zufällige Sprüche
Wir können der Wirklichkeit nicht habhaft werden. Sie muß gestutzt, gekürzt, geknetet, ja, sie muß umgeglüht werden, und der Ofen, in dem die Umglühung vorgenommen wird, ist die Phantasie. (Jakob Wassermann)
Das höchste Glück des Menschen ist die Befreiung von der Furcht, also vom Zweck. (Walther Rathenau)
Dichten ist ein Übermut! (Johann Wolfgang von Goethe)
Das schönste Glück des denkenden Menschen ist, das Erforschliche erforscht zu haben und das Unerforschliche zu verehren. (Johann Wolfgang von Goethe)
Ich und mein Fläschchen sind immer beisammen. (August Friedrich Ernst Langbein)
Gehorche willig der Gewalt ! // Und bist du kühn und hältst du Stich (Johann Wolfgang von Goethe)
Ein Schluck Wasser oder Bier vertreibt den Durst, ein Stück Brot den Hunger, Christus vertreibt den Tod. (Martin Luther)
Einfach gelobt sei der Wein, doppelt gelobt das Bier. Doppeltheit ist gut, Einfachheit das Beste. (John Owen)
Zum letzten Mittel, wenn kein andres mehr // Verfangen will, ist ihm das Schwert gegeben. (Friedrich Schiller)
Die Menschen sind die Produzenten ihrer Vorstellungen, Ideen pp., aber die wirklichen, wirkenden Menschen, wie sie bedingt sind durch eine bestimmte Entwicklung ihrer Produktivkräfte und des denselben entsprechenden Verkehrs bis zu seinen weitesten Formationen hinauf. Das Bewusstsein kann nie etwas Andres sein als das bewusste Sein, und das Sein der Menschen ist ihr wirklicher Lebensprozeß. (Karl Marx)
Verbindet die Extreme, so habt ihr die wahre Mitte. (Friedrich Schlegel)
Wer der Welt ein Heiland zu sein glaubt, thut gut, mit dreiunddreißig Jahren zu sterben. (Ludwig Anzengruber)
Ist die Eisenbahn ein Nutzen für Darmstadt? Ein bedeutender Nutzen, ohne Frage. Denken Sie nur, wieviele reisen denn an Darmstadt vorbei, die sonst ihr Lebtag nicht vorbeigereist wären? (Ernst Elias Niebergall)
Der Süden! Der arme Süden! Nur Gott weiß, was aus ihm wird. (John C. Calhoun)
Hier auf dem offenen Meere der Welt, mitten unter hundert Schiffen, kann ich Dir nicht durch das Sprachrohr der Presse das zuschreien, was ich Dir viel lieber nahe an Deinem Angesicht und an Deiner Brust zuflüstern möchte. (Jean Paul)
Auf diesen bundesdeutschen Stasi-Staat, der keine Demokratie, sondern deren Karikatur ist, spucke ich. (Jürgen W. Gansel)
Der Wille Gottes, Zufluchtsort der Unwissenheit (Baruch de Spinoza)
Die meisten Eltern und Erzieher leben der Ansicht, dass die Sittlichkeit der Jugend beider Geschlechter am besten durch Nichtwissen bewahrt werde. (Fanny Lewald)
Das Große posaunet sich nie aus, es ist bloß und wirkt so. Meist weiß das Große nicht, daß es groß ist, daher die höchsten Künstler der Welt die lieblichste kindlichste Naivetät haben und dem Ideale gegenüber, das sie immer leuchten sehen, stets demütig sind. (Adalbert Stifter)
Hundert wirkliche Taler enthalten nicht das mindeste mehr als hundert mögliche. (Immanuel Kant)
Und das ist meine Demut. Lieber, dass ich mich gebe, wie ich bin, und in deine Hände lege und rufe: Hier bin ich. (Paula Modersohn-Becker)
Ob du wenig tust oder viel, // Drauf kommt's nicht an! // Ich seh nur auf das Ziel, // Die Richtung macht den Mann. (Eduard von Bauernfeld)
Ach, eine Mutter hat man einmal nur! (Annette von Droste-Hülshoff)
Durch allzu langen Streit verliert man die Wahrheit. (Publilius Syrus)
Schönheit ist vergänglich, und wie mit den Jahren sie zunimmt, nimmt sie auch ab. (Ovid)
Die Weisheit soll die Klugheit zur Dienerin haben. Jene thront, diese regiert. (Karl Gutzkow)
Was frag ich viel nach Geld und Gut, // Wenn ich zufrieden bin! // Gibt Gott mir nur gesundes Blut, // So hab ich frohen Sinn. (Johann Martin Miller)
Alles in Rom ist um Geld zu haben. (Juvenal)
Ich bin die Stimme der Partei. Bringen Sie das Geld mit, dann dürfen Sie auch mitreden. (Franz-Josef Strauß)
Weder hohe Ämter, noch Macht, einzig die Zepter der Wissenschaft überdauern. (Tycho Brahe)
Die gothischen Denkmäler sind die einzig merkwürdigen in Deutschland. (Madame de Staël)
Die Sterne lügen nicht. (Friedrich Schiller)
Wer darf das Kind beim rechten Namen nennen? // Die wenigen, die was davon erkannt, // Die töricht gnug ihr volles Herz nicht wahrten, // Dem Pöbel ihr Gefühl, ihr Schauen offenbarten, // Hat man von je gekreuzigt und verbrannt. (Johann Wolfgang von Goethe)
Machd doch eiern Drägg alleene! (Friedrich August III.)
Die Aufgabe der Regierung ist es, die Regierung aus Geschäften herauszuhalten – das heißt, bis die Geschäfte der Hilfe durch die Regierung bedürfen. (Will Rogers)
Was die Erfahrung aber und die Geschichte lehren, ist dieses, daß Völker und Regierungen niemals etwas aus der Geschichte gelernt und nach Lehren, die aus derselben zu ziehen gewesen wären, gehandelt haben. (Georg Wilhelm Friedrich Hegel)
Gott ist todt! Gott bleibt todt! Und wir haben ihn getödtet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder? (Friedrich Nietzsche)
Ich habe einen berühmten Psychiater gekannt, der hat die Philosophie für bloßes Geschwätz, und einen berühmten Philosophen, der hat die Chemie für eine gehobene Kochkunst gehalten. (Oswald Bumke)
Menschen werden nämlich nicht als Staatsbürger geboren, sondern zu ihnen erst gemacht. (Baruch de Spinoza)
Soll der Knoten der Geschichte so auseinander gehn? das Christenthum mit der Barbarei, und die Wissenschaft mit dem Unglauben? (Friedrich Schleiermacher)
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