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Zufällige Sprüche
Mein schönes Fräulein, darf ich wagen, // Meinen Arm und Geleit Ihr anzutragen? (Johann Wolfgang von Goethe)
Vernichtung allein bahnt den Weg zu radikaler Erneuerung. (Hermann von Keyserling)
Wer nach seiner Ueberzeugung handelt, und sey sie noch so mangelhaft, kann nie ganz zugrunde gehen, wogegen nichts seelentötender wirkt, als gegen das innere Rechtsgefühl das äußere Recht in Anspruch nehmen. (Annette von Droste-Hülshoff)
Die Seele kommt alt zur Welt und wird jung. Das ist die Komödie des Lebens. Der Leib kommt jung zur Welt und wird alt. Das ist die Tragödie des Lebens. (Oscar Wilde)
Beide Seiten missbilligten den Krieg, aber die eine führte eher Krieg als die Nation überleben zu lassen und die andere akzeptierte eher den Krieg als sie untergehen zu lassen. Und der Krieg kam. (Abraham Lincoln)
Ich wurde überzeugter Sozialist - in bezug auf das Ziel! Aber die sozialdemokratische marxistische Lösung des Problems war mir nicht überzeugend. Ob es die aus meinem Elternhause mitgebrachte Klasseneinstellung war, die mich die Freiheit in allen ihren Formen als Das Höchste Gut zu betrachten gelehrt hatte, oder ob es schon damals halb unterbewußte Kritik gewesen ist, kann ich nicht sagen. (Franz Oppenheimer)
die Politik ist die Lehre vom Möglichen. (Otto von Bismarck)
Es is so ein beruhjendes Jefiehl. Man tut wat for de Revolutzjon, aber man weeß janz jenau: mit diese Pachtei kommt se nich. (Kurt Tucholsky)
In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis. (Paulus von Tarsus)
Die liebenswürdigste der Frauen // Wird auch die schönste sein. (August von Kotzebue)
Alle Auflehnung gegen die Natur, gegen die Seinsbedingungen ist unfruchtbar und krankhaft. (Sully Prudhomme)
Ein jeder Schritt, den wir zu dieser Stunde nach einem unbestimmten Ziele machen, ist für uns belangreicher, als die tausend Meilen, die wir dereinst zu einem glänzenden, aber verjährten Siege machten. (Maurice Maeterlinck)
Wie wird verlorene Freiheit wiedergewonnen? Durch einen aus der Tiefe des Volkes kommenden Stoß und Sturm der sittlichen Kräfte. (Conrad Ferdinand Meyer)
Lerne Geduld haben mit fremden Fehlern; denn siehe, du hast auch viel an dir, was andere tragen müssen. (Thomas von Kempen)
So wird man einer Seits durch etwas tiefere Nachforschung einsehen lernet: daß die überzeugende und philosophische Einsicht in dem Falle, wovon wir reden, unmöglich sei, so wird man auch anderer Seits bei einem ruhigen und vorurteilfreien Gemüte gestehen müssen, daß sie entbehrlich und unnötig sei. (Immanuel Kant)
Vieles kann der Mensch entbehren, nur den Menschen nicht. (Ludwig Börne)
Der Ring macht Ehen, // Und Ringe sind's, die eine Kette machen. (Friedrich Schiller)
Werden Anblick, Verkehr und Umgang miteinander genommen, so löst sich die erotische Leidenschaft auf. (Epikur)
In dieser Welt gibt es nichts sichereres als den Tod und die Steuern. (Benjamin Franklin)
Ich finde und habe immer gefunden, daß sich ein Buch gerade vorzugsweise zu einem freundschaftlichen Geschenk eignet. Man liest es oft, man kehrt oft dazu zurück, man nahet sich ihm aber nur in ausgewählten Momenten, braucht es nicht wie eine Tasse, ein Glas, einen Hausrath, so in jedem gleichgültigen Augenblick des Lebens, und erinnert sich so immer des Freundes im Augenblick eines würdigen Genusses. (Wilhelm von Humboldt)
Ja, ich bin ein Träumer. Ein Träumer findet nur im Mondlicht seinen Weg und erlebt zur Strafe die Morgendämmerung vor dem Rest der Welt. (Oscar Wilde)
...die unsagbaren Dinge des Lebens festzuhalten... ...dieses schaurig zuckende Monstrum von Vitalität in glasklare scharfe Linien und Flächen einzusperren... (Max Beckmann)
[...] Wahrheit muß sein und wenn wir zugrunde gehen. (Kurt Eisner)
Wenn in unserer Zeit etwas helfen soll, so ist es Gewalt. Wir wissen, was wir von unseren Fürsten zu erwarten haben. (Georg Büchner)
Enthaltsamkeit rächt sich immer. Bei dem einen erzeugt sie Wimmerln, beim anderen Sexualgesetze. (Karl Kraus)
Sing, unsterbliche Seele, der sündigen Menschen Erlösung. (Friedrich Gottlieb Klopstock)
Gestalten muss man machen, nicht Worte. (Adalbert Stifter)
Das Familienleben ist ein Eingriff in das Privatleben. (Karl Kraus)
Das Kind, das da ist geschlagen, das muss wohl weinen und klagen. (Hartmann von Aue)
Wissen Sie, als Atheist bin ich in das Konzentrationslager gekommen, und nach dem, was ich dort erlebt habe, verließ ich es als gläubiger Christ. Es ist mir klar geworden, daß ein Volk ohne metaphysische Bindung, ohne Bindung an Gott, weder regiert werden noch blühen kann auf die Dauer. (Carlo Mierendorff)
Es war unsere Überzeugung, dass der Krieg für Deutschland verloren ist, und dass jedes Menschenleben, das für diesen verlorenen Krieg geopfert wird, umsonst ist. (Sophie Scholl)
Noch keinen sah ich fröhlich enden, // Auf den mit immer vollen Händen // Die Götter ihre Gaben streun. (Friedrich Schiller)
Der Künstler ist einmal zum Märtirer des geselligen Lebens erkohren, und wohl dem der seine Bestimmung erfüllt. (Carl Maria von Weber)
Der Dogmatism (z. B. der Wolffischen Schule) ist ein Polster zum Einschlafen, und das Ende aller Belebung, welche letztere gerade das Wohltätige der Philosophie ist. (Immanuel Kant)
Das Schaudern ist der Menschheit bestes Teil. (Johann Wolfgang von Goethe)
Besuch ist wie Fisch - nach drei Tagen beginnt er zu stinken. (Benjamin Franklin)
Kann er mir mehr als seine Seele geben!? (Albert Lortzing)
Gedichte von Wassertrinkern können nicht gefallen und lange leben. (Horaz)
Die Religion kann nie schlimmer sinken, als wenn sie solchermaßen zur Staatsreligion erhoben wird. (Heinrich Heine)
Dass ihr verachtetet, ihr höheren Menschen, das macht mich hoffen. Die großen Verachtenden nämlich sind die großen Verehrenden. (Friedrich Nietzsche)
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