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Auf einer gewissen Stufe der Reife angelangt, wird die bestimmte historische Form abgestreift und macht einer höhern Platz. (Karl Marx)
Man lobt im Tode manchen Mann, der Lob im Leben nie gewann. (Freidank)
Der Stoff nur bleibt bewahrt, die Form muss untergehn. (Pierre de Ronsard)
Unser Wahlspruch muss also sein: Reform des Bewusstseins nicht durch Dogmen, sondern durch Analysirung des mystischen sich selbst unklaren Bewusstseins, trete es nun religiös oder politisch auf. Es wird sich dann zeigen, dass die Welt längst den Traum von einer Sache besitzt, von dem sie nur das Bewusstsein besitzen muss, um sie wirklich zu besitzen. (Karl Marx)
Schimpfe so, dass du schnell wieder Freund werden kannst. (Periander von Korinth)
O Haupt voll Blut und Wunden // Voll Schmerz und voller Hohn, // O Haupt, zum Spott gebunden // Mit einer Dornenkron. (Paul Gerhardt)
Wenn ich dir etwas gebe, bettelst du umso mehr. Der Erste, der seine Hand auftut, ist schuld an deiner Gemeinheit, weil er dich zum Faulenzer machte. (Plutarch)
Ich kenne keine Methode, nach der man eine ganze Nation unter Anklage stellen kann. (Edmund Burke)
Das Alter ist kein besserer, ja kaum so ein guter Lehrmeister wie die Jugend, denn es hat nicht so viel gewonnen, wie es verlor. (Henry David Thoreau)
Die meisten Fehler erkennen und legen wir erst dann ab, wenn wir sie an andern entdeckt haben und gesehen, wie sie denen stehen. (Karl Gutzkow)
Wir nehmen an, kein Stern sei unbewohnt. (Nikolaus von Kues)
Manch einer macht die Ohren auf, wenn er es aber nicht mit dem Herzen aufnimmt, dann hat er nichts als leeren Schall. (Hartmann von Aue)
Es sey besser/ einen Freund haben/ der viel werth sey/ als viel haben/ die nichts werth seyen. (Julius Wilhelm Zincgref)
Ein von Eifer entflammter Mensch reicht hin, ein ganzes Volk aufzurichten. (Johannes Chrysostomos)
Bald der gulden in kasten klinget, Die seel sich auff gen hymel schwinget. (Hans Sachs)
Den Schlaf nimm als das Bild des Todes. (Cicero)
Sein Geist ist's, der mich ruft. (Friedrich Schiller)
Jedes Wesen liebt von Natur auf seine Weise Gott mehr als sich selbst. (Thomas von Aquin)
Gott ist ein Gott der Gegenwart. (Eckhart von Hochheim)
Ist das menschliche Leben etwas anders, als ein Schauspiel, in welchem Jeder in einer besondern Larve auftritt, und so lange seine Rolle wegspielt, bis sein Principal zu ihm spricht: Tritt ab! (Erasmus von Rotterdam)
Nicht allen traue. (Thales von Milet)
Was in der Natur liegt, gilt nicht als Verdienst. (Erasmus von Rotterdam)
[Die Worte sind] redende Bilder. (Demokrit)
Das Leben so kurz, das Handwerk so lang zu lernen. (Geoffrey Chaucer)
Wenn eine Ausnahme bewirkt, dass es nicht erlaubt ist, muss es notwendigerweise dann, wenn keine solche Ausnahme besteht, erlaubt sein. (Cicero)
Sie sagen, die Hoffnung sei so etwas Schönes. Ach, sie muß noch viel mehr als das sein, was Sie sagen, um mehr als die Hälfte der Welt zu nähren, wie sie es tut. Ich bin eine der Anhänglichsten an ihrem Hof. (Marie de Sévigné)
Von der Stirne heiß // Rinnen muß der Schweiß, // Soll das Werk den Meister loben, // Doch der Segen kommt von oben. (Friedrich Schiller)
Und minder ist oft mehr, wie Lessings Prinz uns lehrt. (Christoph Martin Wieland)
Es ist ein Schnitter, der heißt Tod, // Er mäht das Korn, wenn's Gott gebot; // Schon wetzt er die Sense, // Daß schneidend sie glänze, // Bald wird er dich schneiden, // Du mußt es nur leiden; // Mußt in den Erntekranz hinein, // Hüte dich, schönes Blümelein! (Clemens Brentano)
Juristen sind wie Schuster, die zerren mit den Zähnen // Das Leder, sie die Rechte, daß sie sich müssen dehnen. (Friedrich von Logau)
Wann wir lesen, denkt ein Anderer für uns: wir wiederholen bloß seinen mentalen Proceß. […] Daher kommt es, daß wer sehr viel und fast den ganzen Tag liest, dazwischen aber sich in gedankenlosem Zeitvertreibe erholt, die Fähigkeit, selbst zu denken, allmälig verliert, - wie Einer der immer reitet, zuletzt das Gehen verlernt. Solches aber ist der Fall sehr vieler Gelehrten: sie haben sich dumm gelesen. (Arthur Schopenhauer)
Es ist leichter, die Menschheit als einen Menschen zu kennen. (François de La Rochefoucauld)
Kleine Fehler geben wir gern zu, um den Eindruck zu erwecken, wir hätten keine großen. (François de La Rochefoucauld)
Es gehört nicht viel Geist dazu, alles zu verwirren, viel aber, alles auszugleichen. (Charles de Montesquieu)
Wenn ein Mensch im Ruf der Redlichkeit und Menschlichkeit steht, so kommt es vor, dass man ihn ausnutzen möchte; man kommt ihm mit Vorschlägen, die man keinem anderen machen würde. Man zählt auf seine Großmut. (Charles de Montesquieu)
Ich möchte hingehn wie das Abendrot // Und wie der Tag mit ?einen letzten Gluten - // O leichter, sanfter, ungefühlter Tod! — Mich in den Schoos des Ewigen verbluten. (Georg Herwegh)
Nicht jeder, der den Pinsel in die Hand nimmt und Farben verquistet, ist ein Maler. (Gotthold Ephraim Lessing)
Armut ist keine Schande an sich, sondern wo sie ein Zeichen von Leichtfertigkeit, Mangel an Selbstbeherrschung, Gedankenlosigkeit oder Verschwendung ist. (Plutarch)
Die Historiker sind meistens das Gegenteil von einem kreißenden Berg: Handelt es sich auch nur um eine Maus, bringt doch ihre Feder einen Elefanten hervor. (Denis Diderot)
Es ist eine schwere Krankheit, ein Leben, das so kurz ist und nicht zweimal kommt, nicht zu genießen. Glücklich, die an Seelenwanderung glauben. (Ferdinando Galiani)
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