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Alles verzehrt die Macht der Zeiten. (Sophokles)
Die südfranzösische Nationalität war im Mittelalter mit der nordfranzösischen nicht verwandter, als die polnische es jetzt mit der russischen ist. Die südfranzösische, vulgo provenzalische Nation hatte im Mittelalter nicht nur eine »wertvolle Entwickelung«, sie stand sogar an der Spitze der europäischen Entwickelung. Sie hatte zuerst von allen neueren Nationen eine gebildete Sprache. (Friedrich Engels)
Die Demokratie, das ist heutzutage der Kommunismus. Eine andre Demokratie kann nur noch in den Köpfen theoretischer Visionäre existieren, die sich nicht um die wirklichen Ereignisse kümmern, bei denen nicht die Menschen und die Umstände die Prinzipien, sondern die Prinzipien sich selbst entwickeln. Die Demokratie ist proletarisches Prinzip, Prinzip der Massen geworden. (Friedrich Engels)
Schlechtes paßt am besten zum Schlechten. (Titus Livius)
Mißklänge giebt es überall, und nur unser ist die Schuld, wenn wir sie übermäßig empfinden. (Gustav Freytag)
Die Kunst ist nicht Fälschung der Erfahrung, sondern Erweiterung derselben. (Konrad Fiedler)
Quintilius Varus, gib die Legionen zurück! (Augustus)
Wir werden vom Schein des Rechten getäuscht. (Horaz)
Die Woche fängt gut an. (Mathias Kneißl)
Ich glaube, dass durch das Gefühl dem Geist einer Frau alles offenbar wird; nur bleibt es oft nicht darin haften. (Guy de Maupassant)
In Österreich fällt nämlich alles schwer: jeder Theaterdirektor erklärt, das Theater sei in Österreich schwer zu leiten; jeder Bürgermeister, die Straßen seien in Österreich sehr schwer zu reinigen; jeder Polizeidirektor, die Mörder seien in Österreich schwer zu erwischen; und die Satyriker behaupten, es sei schwer, in Österreich keine Satyre zu schreiben. (Daniel Spitzer)
Es ist interessant, dass die meisten österreichischen Dichter früher Beamte waren - ja, Müßiggang ist aller Laster Anfang! (Daniel Spitzer)
Die höherwertigen Rassen haben Rechte über die minderwertigen Rassen. (Jules Ferry)
Wer den Zweck will, will auch die Mittel. (Horaz)
Wer begonnen hat, hat schon die Hälfte getan. (Horaz)
Wenn's zur Zeit schlecht läuft, wird es nicht auch in der Zukunft so sein. (Horaz)
Und Leben, was dich betrifft, denk' ich, du bist das übrig Gebliebene von vielem Sterben, // Ohne Zweifel bin ich schon früher zehntausendmal gestorben). (Walt Whitman)
Sei bei mir, in Maßen zwar, doch verlasse mich nicht. (Euripides)
Ob einem reiche Totengabe wird zuteil, das ist nur eitle Prahlerei der Lebenden. (Euripides)
Das Ziel des Rechts ist der Friede, das Mittel dazu der Kampf. (Rudolf von Jhering)
Leider Gottes ist das Geld eine Macht, die auch innerlich mehr wirkt und aushält, als man gewöhnlich glauben und zugestehen will. (Henriette Feuerbach)
Weit offene Ohren vergessen leicht, was ihnen anvertraut wurde. (Horaz)
Was zeigt Trunkenheit nicht an? Sie deckt Verborgenes auf. (Horaz)
Der Mensch verkrüppelt in der Einsamkeit, der richtige, volle, gesunde Mensch ist nur der Mensch in der Gesellschaft. (Rudolf von Jhering)
Der Einsiedler versündigt sich gegen die Gesellschaft, denn er entzieht ihr die Dienste, die er im Stande wäre ihr zu leisten. (Rudolf von Jhering)
Dass die Wölfe nach Freiheit schreien, ist begreiflich; wenn die Schaafe in ihr Geschrei einstimmen, so beweisen sie damit nur, dass sie Schaafe sind. (Rudolf von Jhering)
Stets kommt er schnell zur Sache und zu den zentralen Dingen. (Horaz)
Nicht der Egoismus als solcher ist unsittlich - [...] sondern nur das Uebermass desselben. (Rudolf von Jhering)
Überall herrscht Gleichgültigkeit. Niemanden interessiert es, ob das Gepredigte wahr oder falsch ist. Eine Predigt ist eine Predigt, einerlei von was sie handelt; nur, je kürzer um so besser. (Charles Haddon Spurgeon)
Die Kirche Roms hat durch die Einführung des Weihnachtsfestes das Christenthum gerettet. (Paul de Lagarde)
Das Glück besteht darin, daß man da steht, wo man seiner Natur nach hingehört; selbst die Tugend- und Moralfrage verblaßt daneben. (Theodor Fontane)
Ein graues Auge // ein schlaues Auge; // Auf schelmische Launen // Deuten die braunen; // Des Auges Bläue // Bedeutet Treue; // Doch eines schwarzen Augs Gefunkel // Ist stets, wie Gottes Wege, dunkel! (Friedrich von Bodenstedt)
Mit einem Bild möchte ich etwas Tröstliches sagen, so wie Musik tröstlich ist. (Vincent van Gogh)
Es ist keine Religion (oder Gesetz) höher als die Wahrheit! (Helena Petrovna Blavatsky)
Je mehr man liebt, um so tätiger wird man sein. (Vincent van Gogh)
Die Werkstatt ist die Familie in der Arbeit. Ganz anders gestaltet sich dies da, wo die Maschinen auftreten. (Lorenz von Stein)
Diene deinen Freunden, ohne zu rechnen. (Gottfried Keller)
Der Mensch soll nicht tugendhaft, nur natürlich sein, so wird die Tugend von selbst kommen. (Gottfried Keller)
Besser ist's, man hat in der Jugend zu kämpfen als im Alter. (Gottfried Keller)
Da nickten, spottend mein, die schwanken Tannen, // Auch höhnend sah das niedre Moos empor // Mit seinen Würmern, die geschäftig spannen, // Und lachend brach das Firmament hervor. (Gottfried Keller)
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