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Zufällige Sprüche
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. (Äsop)
Ich habe keine Religion. (Horaz)
Die Arbeit seines Körpers und das Werk seiner Hände, so können wir sagen, sind im eigentlichen Sinne sein. Was immer er also jenem Zustand entrückt, den die Natur vorgesehen und in dem sie es belassen hat, hat er mit seiner Arbeit gemischt und hat ihm etwas hinzugefügt, was sein eigen ist - folglich zu seinem Eigentum gemacht. (John Locke)
Kritiker sind gute Freunde, die uns auf Fehler hinweisen. (Benjamin Franklin)
Wer Glück erfuhr, soll mit Beglückung niemals geizig sein! (Sophokles)
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer (Äsop)
Als ich klein war, dachte ich, Geld sei das Wichtigste im Leben. Heute, da ich alt bin, weiß ich: es stimmt. (Oscar Wilde)
Eine Gesinnung, die sich des Rechten bewusst ist, lacht über die Lügen des Gerüchts. (Ovid)
Der schönste Schmuck für einen weißen Frauenhals ist ein Geizkragen. (Kurt Tucholsky)
Aufgabe des Historikers ist es nicht, Tugendpreise zu verteilen, Denkmalsentwürfe vorzuschlagen, noch irgendeinen Katechismus aufzustellen; er hat vielmehr das am wenigsten Individuelle in den Ereignissen zu verstehen; die Fragen, die Chronikschreiber interessieren und Romanschriftsteller begeistern, läßt er am liebsten beiseite. (Georges Sorel)
Die Wohltätigkeit befriedigt in erster Linie die Wohltäter. (Joseph Roth)
»Die Regel ist mir immer interessanter, als die Ausnahme« - wer so empfindet, der ist in der Erkenntnis weit voraus und gehört zu den Eingeweihten. (Friedrich Nietzsche)
Ob wir zustimmen oder nicht, wollen oder nicht, wir treten in eine kriegerische Epoche ein. Die Entwertung des Menschenlebens ist in vollem Gang. Ist Zen nicht die geistige Kost, die uns für diese Wirklichkeit wappnet? (Eberhard Koebel)
Denn Liebe, sagt man, ist nur Hoffen und wird, gewährt, vom Tod betroffen. (Carl Leberecht Immermann)
So wird die Erkenntnis der Prinzipien zum Prinzip der Erkenntnis für alles Weitere. Und eben indem wir die Prinzipien erkennen, erkennen wir etwas von den (Paul Natorp)
Als ob man die Zeit totschlagen könnte, ohne die Ewigkeit zu verletzen. (Henry David Thoreau)
Es gibt Augenblicke, in denen man nicht nur sehen, sondern auch ein Auge zudrücken muss. (Benjamin Franklin)
Betrachtet einmal das Volk, das von ergebenen Patrioten geschützt wird. Die Patrioten fallen im blutigen Kampfe oder im Kampfe mit Hunger und Not; was fragt das Volk darnach? Das Volk wird durch den Dünger ihrer Leichen ein »blühendes Volk«! Die Individuen sind »für die große Sache des Volkes« gestorben, und das Volk schickt ihnen einige Worte des Dankes nach und - hat den Profit davon. Das nenn' Ich Mir einen einträglichen Egoismus. (Max Stirner)
In Wahrheit heißt etwas wollen, ein Experiment machen, um zu erfahren, was wir (Friedrich Nietzsche)
Wer treten wollte, muß sich treten lassen. (Heinrich Mann)
Die größte Kunst beim Bergsteigen ist, dass man dabei auch alt wird. (Hans Schwanda)
Alberne Leute sagen Dummheiten, gescheite Leute machen sie. (Marie von Ebner-Eschenbach)
Die einzige Rettung für die Besiegten [ist] keine Rettung zu erhoffen. (Vergil)
Was sind unsere geistreichen und gebildeten Subjekte grösstentheils? Hohnlächelnde Sklavenbesitzer und selber - Sklaven. (Max Stirner)
Laß, o Welt, o laß mich sein! // Locket nicht mit Liebesgaben, // Laßt dies Herz alleine haben // Seine Wonne, seine Pein! (Eduard Mörike)
So oft eine neue überraschende Erkenntnis durch die Wissenschaft gewonnen wird, ist das erste Wort der Philister: es sei nicht wahr; das zweite: es sei gegen die Religion; und das dritte: so etwas habe Jedermann schon lange vorher gewußt. (Wilhelm Raabe)
Ich liebe mein Vaterland nicht, weil es mein Vaterland ist, sondern weil ich es schön finde. Ich habe Heimatgefühl, aber keinen Patriotismus. (Arthur Schnitzler)
Dem Volke hier wird jeder Tag ein Fest. // Mit wenig Witz und viel Behagen // dreht jeder sich im engen Zirkeltanz, // Wie junge Katzen mit dem Schwanz. (Johann Wolfgang von Goethe)
Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut. (Franz Joseph I. von Österreich)
Das höchste Recht (ist) das höchste Unrecht. (Cicero)
Es gibt keine andere Offenbarung als die Gedanken der Weisen. (Arthur Schopenhauer)
Es ist erstaunlich, wie sehr man ein solches Buch als Freund empfindet - wie man ihm alles sagen und klagen kann, wie man über seine Blätter die Tränen weinen kann, die man den anderen, besonders einem geliebten Kranken, verbergen muss. (Bertha von Suttner)
Die Gesetze der Geschichte sind stärker als die bürokratischen Apparate. (Leo Trotzki)
Unser Zeitalter ist seinem Wesen nach tragisch, also weigern wir uns, es tragisch zu nehmen. Die Katastrophe ist hereingebrochen, wir stehen vor den Trümmern, wir fangen an, neue kleine Gewohnheiten zu bilden, neue kleine Hoffnungen zu hegen. Es ist ein hartes Stück Arbeit: Kein ebener Weg führt in die Zukunft; wir umgehen die Hindernisse jedoch oder klettern über sie hinweg. Wir müssen leben – einerlei, wie viele Himmel eingestürzt sind. (D. H. Lawrence)
Zum Bleiben wie zum Wandern muß die Rasse zunächst an Ort und Stelle verbessert werden. Man muß sie kriegsstark, arbeitsfroh und tugendhaft machen. (Theodor Herzl)
In welcher Ordnung allein kann der Fortschritt zum Besseren erwartet werden? Die Antwort ist: nicht durch den Gang der Dinge von unten hinauf, sondern den von oben herab. (Immanuel Kant)
Tand, Tand, // Ist das Gebilde von Menschenhand! (Theodor Fontane)
Das eigene Ich ist ein ärmlicher Mittelpunkt für eines Mannes Handeln. (Francis Bacon)
Es ist eben nicht so, als ob man Roboter nur in den Fabriken fände; und es braucht nur ein wenig Nachdenken über den Rahmen, in welchem sich das Leben des modernen Städters abpielt, um zu der Schlußfolgerung zu gelangen, daß wir alle in irgendeiner Hinsicht Roboter sind. (Hendrik de Man)
Wir sind die Generation ohne Bindung und ohne Tiefe. Unsere Tiefe ist der Abgrund. (Wolfgang Borchert)
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