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Zufällige Sprüche
Nur vor der Staffelei beim Malen fühle ich ein wenig Leben. (Vincent van Gogh)
Ich bin der lezte meines Stamms. (Friedrich Schiller)
Waffen […] töten Menschen viele Male, nicht durch ihre eigene Bosheit, sondern die Bosheit derer, die sie bösartig gebrauchen. (Giovanni Boccaccio)
Spiele im Takte! Das Spiel mancher Virtuosen ist wie der Gang eines Betrunkenen. Solche nimm dir nicht zum Muster. (Robert Schumann)
Brüderlein fein, Brüderlein fein, musst mir ja nicht böse sein! (Ferdinand Raimund)
Großmut findet immer Bewunderer, selten Nachahmer, denn sie ist eine zu kostspielige Tugend. (Johann Nepomuk Nestroy)
Die Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens. (Jean Paul)
Eine feinfühlige Person tritt immer anderen auf die Füße, weil sie selbst Hühneraugen hat. (Oscar Wilde)
Bettina läßt in dem enthusiastischen Briefe, den sie über Beethoven an Göthe schreibt, den großen Tondichter sagen: „wenn ich die Augen aufschlage, so muß ich seufzen, denn was ich sehe, ist gegen meine Religion und die Welt muß ich verachten, die nicht ahnt, daß Musik höhere Offenbarung ist, als alle Weisheit und Philosophie, sie ist der Wein, der zu neuen Erzeugungen begeistert und ich bin der Bachus, der für die Menschen diesen herrlichen Wein keltert und sie geistestrunken macht, [...]!" Ob...
Überhaupt können die Dichter nicht genug von den Musikern und Malern lernen. (Novalis)
Für drei Dinge danke ich Gott - 1) Daß kein lebendes Wesen mir sein Dasein verdankt [...]. (Søren Kierkegaard)
Dem Töpfer sah einst im Basar ich zu, // Wie er den Lehm zerstampfte ohne Ruh. // Da hört ich, wie der Lehm ihn leise bat: // Nur sachte, Bruder, einst war ich wie du. (Omar Khayyam)
Es hat sich schon oft als ärgerlich erwiesen, dass Noah und seine Truppe nicht das Boot verpasst haben. (Mark Twain)
Der Wein hat manche große (und gute) Tat (so wie manche böse Tat) hervorgebracht. (Georg Christoph Lichtenberg)
Wie schön und gut würden alle Menschen sein, wenn sie sich jeden Abend vor dem Einschlafen die Ereignisse des ganzen Tages vor Augen führten und überlegten, was gut und was schlecht gewesen ist. (Anne Frank)
Gedeiht auch schlechtes Unkraut ohne Sonne, - Von Früchten reift zuerst, die erst geblüht! (William Shakespeare)
Der Tod berührt uns nicht. (Epikur)
Derjenige, der sich mit Einsicht für beschränkt erklärt, ist der Vollkommenheit am nächsten. (Johann Wolfgang von Goethe)
Es gibt mehr Werkzeuge als Arbeiter, und von diesen mehr schlechte als gute. (Jean de La Bruyère)
Wer? Ich - dein Plagiar? // Ich schämte mich fürwahr // Des off'nen Diebstahls sehr, // Doch des Gestohl'nen mehr. (Friedrich Haug)
Man muss am Leben rütteln, sonst nagt es an uns. (Stendhal)
Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, daß ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, daß ihre Gegner allmählich aussterben und daß die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist. (Max Planck)
O weh um jenes Herz, in dem kein Feuer brennt,/ Das nicht die hehre Glut der Liebessonne kennt;/ Wer einen ganzen Tag ohn Liebe hingebracht,/ Tut recht, wenn jenen Tag er ’nen verlornen nennt. (Omar Khayyam)
Ohne Verbrechen kein Staat: die sittliche Welt - und das ist der Staat - steckt voll Schelme, Betrüger, Lügner, Diebe u.s.w. (Max Stirner)
Der Beweis soll nicht nur von der Wahrheit des Bewiesenen überzeugen, sondern soll auch den Zusammenhang der Wahrheiten untereinander aufdecken. Darum hat schon Euklid Wahrheiten bewiesen, die keines Beweises bedürftig erscheinen, weil sie ohne dies einleuchten. (Gottlob Frege)
Warum spricht man in allen Zeitungen der Welt von Marx und seiner Lehre? Einer meinte, das läge an der Hoffnungslosigkeit und entsprechenden Harmlosigkeit der Marxschen Lehre. Kein Kapitalist fürchtet diese Lehre, wie auch kein Kapitalist die christliche Lehre fürchtet. Es wäre geradezu vorteilhaft für das Kapital, möglichst viel und breit von Marx und Christus zu reden (Silvio Gesell)
Dasselbe zu wollen und dasselbe nicht zu wollen, gerade darin liegt beständige Freundschaft. (Sallust)
Das Volk will geleitet, d.i. (in der Sprache der Demagogen) es will betrogen sein. (Immanuel Kant)
Das Geld ist der wahre Apostel der Gleichheit; wo es aufs Geld ankommt, verlieren alle socialen, politischen, religiösen, nationalen Vorurtheile und Gegensätze ihre Geltung. (Rudolf von Jhering)
Ich bin nämlich eigentlich ganz anders, aber ich komme nur so selten dazu. (Ödön von Horváth)
Die Frauen sollen in euern Versammlungen schweigen. (Paulus von Tarsus)
Aller Glaube ist unwillkürliche Hingebung des Geistes an eine Vorstellung von Wahrheit. (Friedrich Heinrich Jacobi)
Bei Arabern und Kurden sind wir beliebt. Streitende Araber gehen zuweilen statt zum türkischen Richter zu einem Juden, der richten soll. (Theodor Herzl)
Ein Gefühl, das wir nicht erlebt haben, können wir in einem anderen nicht wiederfinden. (Wilhelm Dilthey)
Tugend und Laster sind verwandt wie Kohle und Diamant. (Karl Kraus)
Dieses Prinzip der Emergenz ist eine ebenso alles durchdringende philosophische Grundlage moderner wissenschaftlicher Betrachtungsweise wie Reduktionismus." Original engl.: This principle of emergence is as pervasive a philosophical foundation of the viewpoint of modern science as is reductionism. (Philip W. Anderson)
Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne. (Immanuel Kant)
Jedes Übermaß muß gefährlich werden, selbst ein Übermaß von Gemüt. (Wilhelm Raabe)
Zwei Monate gemeinsam ertragenen Elends wiegen Jahre der Freundschaft auf. (Honoré de Balzac)
Das Herz hat die Eigenschaft des Wissens, die Leber des Gefühls, die Lunge des Blattes (der Veränderlichkeit, Beweglichkeit?), der Mund dient der Vernunft als Weg, ein Sprachrohr für das, was der Mensch vorträgt, und eine Aufnahme der Erfrischungen des Körpers; und er spricht, hört aber nicht, während das Ohr hört, aber nicht spricht. (Hildegard von Bingen)
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