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Zufällige Sprüche
Der Papst stirbt, das Papsttum aber ist unsterblich. (Voltaire)
Deutsche Lebensart und Bildung übertrifft sie alle. (Walther von der Vogelweide)
Unter allen Geschöpfen dieser Erde gibt es nur eines, das sich keiner Versklavung unterwerfen lässt. Dieses ist die Katze. (Mark Twain)
Ein Volk gibt niemals seine Freiheit auf, außer in irgendeiner Verblendung. (Edmund Burke)
Die Gefahr will keine Wechsel, sie will in barem Mut bezahlt werden. (Emil Gött)
Sein Geist ist's, der mich ruft. (Friedrich Schiller)
Das schlechthin Unbedingte wird in der Erfahrung gar nicht angetroffen. (Immanuel Kant)
Wer sich verachtet, kann nicht allein sein. (Honoré de Balzac)
Was man nicht aufgibt, hat man nie verloren. (Friedrich Schiller)
Alle diese Toten sind Menschen, alle diese Toten haben geatmet wie ich, alle diese Toten hatten einen Vater, eine Mutter, Frauen, die sie liebten, ein Stück Land, in dem sie wurzelten, Gesichter, die von ihren Freuden und ihren Leiden sagten, Augen, die das Licht sahen und den Himmel. In dieser Stunde weiß ich, daß ich blind war, weil ich mich geblendet hatte, in dieser Stunde weiß ich endlich, daß alle diese Toten, Franzosen und Deutsche, Brüder waren und daß ich ihr Bruder bin. (Ernst Toller)
Gesetze sind Spinnweben, die die kleinen Fliegen fangen, aber die großen gehen durch sie hindurch. (Honoré de Balzac)
Reptilien sind abstoßend wegen ihres kalten Körpers, ihrer bleichen Farbe, ihres Knorpelskeletts, ihrer schmutzigen Haut, ihres bedrohlichen Aussehens, ihrer berechnenden Augen, ihres widerwärtigen Geruchs, ihrer rauen Stimme, ihrer verwahrlosten Behausung und ihres entsetzlichen Giftes; weshalb ihr Schöpfer seine Macht auch nicht dazu benutzte, viele von ihnen zu erschaffen. (Carl von Linné)
Die naturhafte Neigung ist der Anfang der Tugend. (Thomas von Aquin)
Gute Nacht, ihr Freunde, ach, wie lebt ich gern! Daß die Welt so schön ist, dank ich Gott dem Herrn. Daß die Welt so schön ist, tut mir bitter weh, wenn ich schlafen geh‘! (Peter Rosegger)
Gehe in ein Bordell und lerne, dass zwischen teurem und billigem Vergnügen kein Unterschied ist. (Diogenes von Sinope)
Ohne Witz [...] kann man nicht auf die Menschheit wirken. (Ludwig Börne)
Die Sünde, die »usura« (Zinsnehmen, Wucher) heißt und im Darlehensvertrag ihren eigentlichen Sitz und Ursprung hat, beruht darin, dass jemand aus dem Darlehen für sich mehr zurück verlangt, als der andere von ihm empfangen hat. (Benedikt XIV.)
Mir ist es so Bedürfnis: Du handle, wie du handeln mußt. (Immanuel Kant)
Wer hortet, was vergänglich ist gräbt seine Seel in Dreck und Mist. (Sebastian Brant)
Unser Herrgott aber hat den heiligen Ehestand von Anfang an nicht zu einem Bußwerk bestimmt; wenn er es doch wird, dann hat der törichte Mensch ihn selbst dazu gemacht. (Adolph Kolping)
Das Wahre ist gottähnlich; es erscheint nicht unmittelbar, wir müssen es in seinen Manifestationen erraten. (Johann Wolfgang von Goethe)
Wenn jemand Freude daran hat, bei Musik in Reih' und Glied zu marschieren, dann verachte ich ihn schon deswegen, weil er sein Gehirn nur wegen eines Irrtums bekommen hat; ein Rückenmark hätte gereicht. (Albert Einstein)
Welch eine herrliche Gabe ist nicht die Phantasie, und welchen Genuß vermag sie zu gewähren! (Thomas Mann)
Moral ist gut, Erbschaft ist besser. (Theodor Fontane)
Gegen Zielsetzung ist nichts einzuwenden, sofern man sich dadurch nicht von interessanten Umwegen abhalten lässt. (Mark Twain)
Erst seit ich liebe, ist das Leben schön, // Erst seit ich liebe, weiß ich, daß ich lebe. (Theodor Körner)
[...] bloße Erfahrung ist keine Wissenschaft. (Edmund Husserl)
Mädchen und Gold sind desto weicher, je reiner sie sind. (Jean Paul)
So wie das Vermögen, zum Allgemeinen (der Regel) das Besondere auszufinden, Urteilskraft, so ist dasjenige: zum Besonderen das Allgemeine auszudenken, der Witz (ingenium). (Immanuel Kant)
Ich dachte mich selbst zu verlieren, und verliere nun einen Freund und in demselben die Hälfte meines Daseyns. (Johann Wolfgang von Goethe)
Allen, alles, ganz. (Johann Amos Comenius)
Für das Gesetz soll ein Volk kämpfen wie für seine Mauer. (Heraklit)
Vor dem Sklaven, wenn er die Kette bricht, // Vor dem freien Menschen erzittert nicht! (Friedrich Schiller)
Aus Eberweins Händen sank der Stab, und seine Arme hoben sich zum Himmel. »Herr, wen du lieb hast, den lässest du fallen in dieses Land! Hier laß mich leben und schaffen in deinem Dienst! Und wenn mein Werk gelang, hier laß mich sterben!« (Ludwig Ganghofer)
Alle schönen Dinge gehören demselben Zeitalter an. (Oscar Wilde)
Das in ihr Tuende tut die allheit bald // Und was ihr heut nicht leben könnt wird nie. (Stefan George)
Das Handwerk, mit seinen familienartigen, sittlichen Beziehungen zwischen Meister, Geselle und Lehrling, wird mehr und mehr zurückgedrängt. (Gustav Schmoller)
Mancher, der zu feig oder faul ist, uns ein Feind zu sein, wird unser Freund. Es ist die bequemste Art, uns zu drücken. (Emil Gött)
Je planmäßiger der Mensch vorgeht, um so wirkungsvoller trifft ihn der Zufall. (Friedrich Dürrenmatt)
Die Leute meinen, die Freundschaft müsse in der Gleichartigkeit bestehen. Sie sind zu ungeduldig, um die schöne Wirkung abzuwarten, die aus zwei redlichen Gegensätzen hervorgehen kann. (Peter Rosegger)
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