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Zufällig im reinen Sinne der Kategorie ist das, dessen kontradiktorisches Gegenteil möglich ist. (Immanuel Kant)
Tu, was du nicht lassen kannst! (Gotthold Ephraim Lessing)
Es lebe also die Philosophie aus Gefühlen, die uns gerade zur Sache selbst führt! (Immanuel Kant)
Das Wissen, wo es als höchstes Prinzip auftritt, tötet notwendig den Enthusiasmus, den Geist und jenen aus irrationalen Quellen fließenden menschlichen Instinkt, der für die Konflikte die einfachste Lösung findet. (Hugo Ball)
Man lernt das am gründlichsten, und behält das am besten, was man gleichsam aus sich selbst lernet. Nur wenige Menschen indessen sind das im Stande. Man nennt sie Autodidakten. (Immanuel Kant)
Daran erkenn' ich meine Pappenheimer. (Friedrich Schiller)
Das ist Tells Geschoß. (Friedrich Schiller)
Alles freuet sich und hoffet, // Wenn der Frühling sich erneut. (Friedrich Schiller)
Durch die Eltern spricht die Natur zuerst zu den Kindern. Wehe den armen Geschöpfen, wenn diese erste Sprache kalt und lieblos ist! (Karoline von Günderrode)
Keins von allen Gütern dieser weiten Erde, // Keines! dem nicht Schmerz und Reue sei Gefährte, // Überall verfolgt die Plagegöttin dich. (Karoline von Günderrode)
Kunst kommt von Können oder von Kennen her (nosse aut potesse), vielleicht von beiden, wenigstens muß sie beides in gehörigem Grad verbinden. (Johann Gottfried Herder)
Ein Wahn, der mich beglückt, ist eine Wahrheit wert, die mich zu Boden drückt. (Christoph Martin Wieland)
Noch ist Polen nicht verloren, solange wir leben. (Józef Wybicki)
In des Waldes finstern Gründen // Und in Hölen tief versteckt, // Ruht der Räuber allerkühnster, // Bis ihn seine Rosa weckt. [...] Rinaldini! lieber Räuber! // Raubst den Weibern Herz und Ruh. // Ach! wie schrecklich in dem Kampfe, // Wie verliebt im Schloß bist du! (Christian August Vulpius)
O glücklich, wer noch hoffen kann, // Aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen! // Was man nicht weiß, das eben brauchte man, // Und was man weiß, kann man nicht brauchen. (Johann Wolfgang von Goethe)
Den besten Unterricht zieht man aus vollständiger Umgebung. (Johann Wolfgang von Goethe)
Es ist mir in den Wissenschaften gegangen wie einem, der früh aufsteht, in der Dämmerung die Morgenröte, sodann aber die Sonne ungeduldig erwartet und doch, wie sie hervortritt, geblendet wird. (Johann Wolfgang von Goethe)
Es gibt nur drei echte Naturformen der Poesie: die klar erzählende, die enthusiastisch aufgeregte und die persönlich handelnde: Epos, Lyrik und Drama. Diese drei Dichtweisen können zusammen oder abgesondert wirken. (Johann Wolfgang von Goethe)
Wir heißen euch hoffen. (Johann Wolfgang von Goethe)
Des Weges Weite gibt des Schrittes Maß. (Ernst Raupach)
Das Vertrauen erhebt die Seele. (Jean-Jacques Rousseau)
Man lebt, wenn man das Glück hat, mehre Freunde zu besitzen, mit jedem Freunde ein eignes, abgesondertes Leben. (Ludwig Tieck)
Ruhe ist Glück - wenn sie ein Ausruhen ist. (Ludwig Börne)
Aber es wird kommen am Ende eine Zeit, in der die Menschen zu einer großen Klugheit und Geschicklichkeit in allen Dingen gelangen werden und erbauen werden allerlei Maschinen, die alle menschlichen Arbeiten verrichten werden wie lebende, vernünftige Menschen und Tiere; dadurch aber werden viele Menschenhände arbeitslos, und die Magen der armen, arbeitslosen Menschen werden voll Hungers werden. (Jakob Lorber)
Das Einzige, was wir zu fürchten haben, ist die Furcht selbst. (Franklin D. Roosevelt)
Wer etwas Großes will, der muß sich, wie Goethe sagt, zu beschränken wissen. Wer dagegen alles will, der will in der Tat nichts und bringt es zu nichts. Es gibt eine Menge interessante Dinge in der Welt; spanische Poesie, Chemie, Politik, Musik, d. ist alles sehr interessant, und man kann es keinem übel nehmen, der sich dafür interessiert; um aber als ein Individuum in einer bestimmten Lage etwas zustande zu bringen, muß man sich an etwas Bestimmtes halten und seine Kraft nicht nach vielen Seite...
Sie werden also sagen: Wenn der Gerechte so gesinnt ist, wird er gegeißelt, gefoltert, in Ketten gelegt, an beiden Augen geblendet werden, und schließlich wird man nach allen Martern ihn ans Kreuz schlagen, damit er zur Einsicht kommt, dass es nicht das Richtige ist in dieser Welt, gerecht zu sein, sondern es nur zu scheinen. (Platon)
Wenn einer spricht, müssen die andern zuhören – das ist deine Gelegenheit. Mißbrauche sie. (Kurt Tucholsky)
Alle schönen Dinge gehören demselben Zeitalter an. (Oscar Wilde)
Als ich einst Prinz war von Arkadien // Lebt' ich in Reichtum, Glanz und Pracht. (Jacques Offenbach)
Als ich anfing, den Herrn Jesum ein wenig zu lieben, da fing ich an, die Sünde von Herzen zu hassen. (Ludwig Harms)
Ach, wie bald // Schwindet Schönheit und Gestalt! (Wilhelm Hauff)
Nichts ist mächtiger als Gold. (Ovid)
Wenn auch die Fähigkeit zu täuschen ein Zeichen von Scharfsinn und Macht zu sein scheint, so beweist doch die Absicht zu täuschen ohne Zweifel Bosheit oder Schwäche. (René Descartes)
Die Sprache entscheidet alles, sogar die Frauenfrage. Daß der Name eines Weibes nicht ohne den Artikel bestehen kann, ist ein Argument, das der Gleichberechtigung widerstreitet. Wenn es in einem Bericht heißt, »Müller« sei für das Wahlrecht der Frauen eingetreten, so kann es sich höchstens um einen Feministen handeln, nicht um eine Frau. Denn selbst die emanzipierteste braucht das Geschlechtswort. (Karl Kraus)
Keine Grenze verlockt mehr zum Schmuggeln als die Altersgrenze. (Karl Kraus)
Die Zivilisation ist eine ganz dünne Kruste über einem Vulkan. (Ernst Cassirer)
Ich sehe zwischen meinem Verhalten, insbesondere meinem Willen zur öffentlichen Kritik, keinen Widerspruch dazu, dass ich gleichzeitig der Meinung bin, der Krieg müsse gewonnen werden. (Kurt Huber)
Ich ging oft ins Heidelberger Schloss, um mir das Raritätenkabinett anzusehen, und eines Tages überraschte ich den Leiter mit meinem Deutsch, und zwar redete ich ausschließlich in dieser Sprache. Er zeigte großes Interesse; und nachdem ich eine Weile geredet hatte, sagte er, mein Deutsch sei sehr selten, möglicherweise ein »Unikat«; er wolle es in sein Museum aufnehmen. (Mark Twain)
Es hält nicht länger die Gesellschaft fest; // Ein Hasten, Schieben, Schubsen, Stoßen, Schrein, // Panik und Flucht aus dem verfluchten Nest, // Ein jeder will der erste draußen sein. (Detlev von Liliencron)
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