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Oft gesucht
Zwischen Entweder und Oder führt manches Sträßlein
,
Des Lebens ungemischte Freude wird keinem Irdischen zuteil
,
bleiben sie rechtschaffend zitat
,
freiheit und leben kann man uns nehmen die ehre nicht
,
spruch für müde füße
,
es gibt keine absurdität, die so handgreiflich
,
Dem Tüchtigen ist diese Welt nicht stumm
Zufällige Sprüche
ir sollen immer verzeihen, dem Reuigen um seinetwillen, dem Reuelosen um unseretwillen. (Marie von Ebner-Eschenbach)
Ah! Weiber! Fastensupp und Schläg, // Das ist wie ich sie halten tät! (Hugo von Hofmannsthal)
Ein Flugzeug zu erfinden, ist nichts. Es zu bauen, ein Anfang. Fliegen, das ist alles. (Otto Lilienthal)
Wisst also in Kürze, dass die Weltseele und die Gottheit überall und in jedem Theile allgegenwärtig sind nicht in der Weise, wie irgend ein stoffliches Ding daselbst sein kann; – denn das ist jedem Körper und jedem Geist unmöglich, welcher es auch sei; – sondern auf eine Weise, welche euch nicht leicht anders klar zu machen ist als folgendermaassen. Wenn es heisst, die Weltseele und die universale Form sind überall, so ist das nicht körperlich oder der Ausdehnung nach zu verstehen; – denn so sin...
Unbedingter Gehorsam setzt Unwissenheit bei den Gehorchenden voraus. (Charles de Montesquieu)
Worauf wir nur mit Spinoza antworten können: Ignorantia non est argumentum, die Unwissenheit ist kein Beweisgrund. (Baruch de Spinoza)
Der Vers ist als eine Gedächtnishilfe erfunden worden. Später hat man ihn beibehalten aus gesteigertem Vergnügen an der Überwindung von Schwierigkeiten. In der dramatischen Kunst heute noch an ihm festzuhalten, ist ein Überrest von Barbarei. Ein Beispiel: die Dienstordnung für Kavallerie, in Verse gesetzt von De Bonnay. (Stendhal)
Eine Reisebeschreibung ist in erster Linie für den Beschreiber charakteristisch, nicht für die Reise. (Kurt Tucholsky)
Eifer wird durch Hörer belebt, es wächst die gelobte Tugend, mit schärfstem Sporn treibet den Menschen der Ruhm. (Giacomo Casanova)
Alle Befreiung, oder was man gemeinhin Glück nennt, ist eigentlich und wesentlich immer nur negativ und durchaus nie positiv. (Arthur Schopenhauer)
Es sind in Deutschland die Theologen, die dem lieben Gott ein Ende machen – on n'est jamais trahi que par les siens [verraten wird man nur von seinen Freunden.] (Heinrich Heine)
Denn wer arbeitet, ist ein subtiler Selbstmörder, und ein Selbstmörder ist ein Verbrecher, und ein Verbrecher ist ein Schuft. Also, wer arbeitet ist ein Schuft. (Georg Büchner)
Soll einst die Nachwelt dich mit Segen nennen, // Musst du den Fluch der Mitwelt tragen können. (Ernst Raupach)
Fanatismus ist sicherlich tausendfach verhängnisvoller, denn Atheismus entfacht keine blutige Leidenschaft, wo Fanatismus es tut. Atheismus stellt sich dem Verbrechen zwar nicht entgegen, aber Fanatismus führt zu Verbrechen. (Voltaire)
Höre fleißig auf alle Volkslieder; sie sind eine Fundgrube der schönsten Melodieen und öffnen dir den Blick in den Charakter der verschiedenen Nationen. (Robert Schumann)
Der Geist einer Sprache offenbart sich am deutlichsten in ihren unübersetzbaren Worten. (Marie von Ebner-Eschenbach)
Was für ein grobes Tier ist der Mensch! Alles was die Natur gutes tut entstellt er, sie macht eine Sache einfach und rein und er mit seinen Händen wandelt sie um. (Giorgio Baffo)
Durch die Unterscheidung dessen, was in der Erfahrung wirklich gegeben ist, und dessen, was dem also Gegebenen von Seiten des Erfahrenden hinzugefügt, in dasselbe hineingelegt, mit ihm mitgedacht wird, unterscheidet sich zugleich das wissenschaftliche von dem naiven Erfahren. (Richard Avenarius)
Es ist ganz einerlei, ob man das Wahre oder das Falsche sagt: Beidem wird widersprochen. (Johann Wolfgang von Goethe)
Das Einzige, wonach wir mit Leidenschaft trachten, ist das Anknüpfen menschlicher Beziehungen, nichts ist uns umgekehrt so schmerzlich als das Auflösen derselben. Unser Glück und Unglück hängt von unseren menschlichen Beziehungen ab. (Ricarda Huch)
Du hast ein Feuerwerk abgebrannt, von dem im Augenblick, da dein Gast sich einfindet, nur das verkohlte Skelett übrig ist. (Honoré de Balzac)
Es irrt der Mensch, solang er strebt. (Johann Wolfgang von Goethe)
Das höchste Recht (ist) das höchste Unrecht. (Cicero)
Der Despotismus forderte Automaten; - und Priester und Leviten waren fühllos genug, sie ihm aus Menschen zu schnitzen. (Georg Forster)
Der Glaube an die Zwangsläufigkeit der Entwicklung ist heute zu einer Doktrin geworden, welche in dem meisten Ländern die Wirtschaftspolitik beherrscht. Umso wichtiger ist es, zu fragen, ob eine solche Zwangsläufigkeit überhaupt besteht. (Walter Eucken)
Durch die Eltern spricht die Natur zuerst zu den Kindern. Wehe den armen Geschöpfen, wenn diese erste Sprache kalt und lieblos ist! (Karoline von Günderrode)
Einem Liebhaber, der den Vater zur Hilfe ruft, trau ich - erlauben Sie, - keine hole Haselnus zu. (Friedrich Schiller)
Ich bin das, was ich scheine, und scheine das nicht, was ich bin, mir selbst ein unerklärlich Räthsel, bin ich entzweit mit meinem Ich! (E. T. A. Hoffmann)
Dies ist die Lehre des Lebens, die // erste und letzte und tiefste, // Daß es uns löset vom Bann, den die // Begriffe geknüpft. (Hugo von Hofmannsthal)
Es ist traurig, eine Ausnahme zu sein. Aber noch trauriger ist es, keine zu sein. (Peter Altenberg)
In großen Städten gehört es leider zum guten Tone, nicht einmal zu wissen, wer mit uns in demselben Hause wohne. (Adolph Freiherr Knigge)
Für das Geliebte leiden ist so süß. (Franz Grillparzer)
Der einzige Grundsatz, der den Fortschritt nicht behindert, lautet: Anything goes. (Paul Feyerabend)
Jeder Zustand, ja jeder Augenblick ist von unendlichem Wert, denn er ist der Repräsentant einer ganzen Ewigkeit. (Johann Peter Eckermann)
Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts; ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts. (Gottfried Keller)
Ich mache mir Sorgen wegen Microsoft. Sie haben gesagt, sie wollten Google wirklich kaputtmachen. Und es kommt mir vor, als sei ihr Weg gepflastert mit vielen Unternehmensleichen. (Sergei Michailowitsch Brin)
Wenn du mich heute auf die Straße setzt und gibst mir eine Mark und sagst: «Du bist ein Niemand«, dann fahr ich mit dem Autobus ins Studio und fang' wieder von vorne an. (Falco)
Form ist Wollust, Friede, himmlisches Genügen, // Doch mich reißt es, Ackerschollen umzupflügen. (Ernst Stadler)
Der edle Mensch kann sich in Momenten vernachlässigen, der vornehme nie. (Johann Wolfgang von Goethe)
Unsere Liebe ist zu heilig, als dass ich dich täuschen könnte, ich bin dir Rechenschaft schuldig von jeder Empfindung in mir, du weißt, dass ich leicht trübsinnig bin, vielleicht kommt es noch besser, und wir wollen dem Schicksal danken für jede Blume, die wir miteinander finden. (Susette Gontard)
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