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Zufällige Sprüche
Wenn man manchen großen Taten und Gedanken bis zu ihrer Quelle nachspüren könnte, so würde man finden, dass sie öfters gar nicht in der Welt sein würden, wenn die Bouteille verkorkt geblieben wäre, aus der sie geholt wurden. Man glaubt nicht, wie viel aus jener Öffnung hervorkommt. Manche Köpfe tragen keine Früchte, wenn sie nicht wie Hyazinthenzwiebeln über Bouteillenhälsen stehen. Der Feige holt da seinen Mut, der Schüchterne Vertrauen auf eigne Kraft und der Elende Trost hervor. (Georg Christ...
Mir Armen war mein Büchersaal als Herzogtum genug. (William Shakespeare)
Leichtgläubigkeit ist eines Mannes Schwäche und eines Kindes Stärke. (Charles Lamb)
Ach, Unsinn, ich habe niemals daran gedacht, für den Ruf und die Ehre zu schreiben. Was ich auf dem Herzen habe, muß heraus, und darum schreibe ich. (Ludwig van Beethoven)
Das ist eine arme Maus, die nur weiß zu einem Loch hinaus. (Georg Rollenhagen)
Die Orgel ist doch in meinen Augen und Ohren der König aller Instrumenten. (Wolfgang Amadeus Mozart)
Nicht so redlich, wäre redlicher. (Gotthold Ephraim Lessing)
rakete rinnzekete (Kurt Schwitters)
Die oberflächliche Ausbildung der Edelleute früherer Zeiten machte den vollendeten Kavalier aus. (Honoré de Balzac)
Den Starken hilft das Glück. (Terenz)
Nicht ohne Absicht hat die sorgsame Natur in der Biene die Süße des Honigs mit der Schärfe des Stachels verbunden. Sehnen und Knochen hat der Leib, so sei der Geist auch nicht lauter Sanftmut. (Baltasar Gracián y Morales)
Im Grunde meines Herzens bin ich ja ein Gegenstromschwimmer. (Falco)
Für müde Füße ist jeder Weg zu lang ... (Georg Büchner)
Ihr Edleren, ach es bewächst // Eure Male schon ernstes Moos. (Friedrich Gottlieb Klopstock)
Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes. (Karl Marx)
Es ist schwierig zu beurteilen, ob ein aufrichtiges und ehrliches Benehmen das Ergebnis der Anständigkeit oder der Berechnung ist. (François de La Rochefoucauld)
»Du Taugenichts! da sonnst Du Dich schon wieder und dehnst und reckst Dir die Knochen müde, und läßt mich alle Arbeit allein thun. Ich kann Dich hier nicht länger füttern. Der Frühling ist vor der Thüre, geh auch einmal hinaus in die Welt und erwirb Dir selber Dein Brodt.« (Joseph von Eichendorff)
Das Wahre ist gottähnlich; es erscheint nicht unmittelbar, wir müssen es in seinen Manifestationen erraten. (Johann Wolfgang von Goethe)
Und wenn die Geschichte nichts als das Lachen Gottes wäre? Jede Revolution eine seiner Lachsalven? (Miguel de Unamuno)
Das Wissen, wo es als höchstes Prinzip auftritt, tötet notwendig den Enthusiasmus, den Geist und jenen aus irrationalen Quellen fließenden menschlichen Instinkt, der für die Konflikte die einfachste Lösung findet. (Hugo Ball)
Wie unvermögend ist doch der gutwilligste Fleiss der Menschen gegen die Allmacht der ungetheilten Begeisterung. (Friedrich Hölderlin)
Wenn wir den Glauben an Personen verlieren, so verlieren wir noch mehr den Glauben an die Allgemeinheiten. (Friedrich Heinrich Jacobi)
Wie blind wir Menschen doch sind! Wir sticheln auf die Fehler Anderer, während wir auf unsere eigenen nicht achten. (Wilhelmine von Bayreuth)
So ist mein Leib ein Gegenstand, bestimmt, andere Gegenstände zu bewegen, also ein Zentrum von Handlung; er ist nicht imstande eine Vorstellung zu erzeugen. (Henri Bergson)
Allein Beobachtung gibt nämlich derartigen Dingen Gewissheit. (Albertus Magnus)
Die moderne, jeden Tag experimentell bestätigte Vorstellung des Raumvakuums ist ein relativistischer Äther. Wir nennen ihn nur nicht so, weil das Tabu ist. (Robert B. Laughlin)
Nur was der Geist (Kopf) bewundert, das verehrt, liebt, und betet das Herz an. (Franz von Baader)
Das Vieh glaubt an den zukünftigen „Staat der Demokratie“! (Karl Marx)
Nimmer weiß das Licht zu schätzen, // Wer das Dunkel stets vermied. (Ferdinand von Saar)
Ein Wahn, der mich beglückt, ist eine Wahrheit wert, die mich zu Boden drückt. (Christoph Martin Wieland)
Der Roman ist eine subjektive Epopee, in welcher der Verfasser sich die Erlaubnis ausbittet, die Welt nach seiner Weise zu behandeln. Es fragt sich also nur, ob er eine Weise habe, das andere wird sich schon finden. (Johann Wolfgang von Goethe)
Der Arzt sieht den Menschen in seiner ganzen Schwäche, der Advokat in seiner ganzen Schlechtigkeit und der Priester in seiner ganzen Dummheit. (Arthur Schopenhauer)
Das Studium der Rechtswissenschaft ist das herrlichste. (Johann Wolfgang von Goethe)
In jedem Stadium entsteht die Welt, die wir wahrnehmen, durch »Emergenz«. Das heißt durch den Prozess, bei dem beträchtliche Aggregationen von Materie spontan Eigenschaften entwickeln können, die für die einfacheren Einheiten, aus denen sie bestehen, keine Bedeutung haben. - Eine Zelle ist noch kein Tiger. Ebensowenig ist ein einzelnes Goldatom gelb und glänzend. (Philip W. Anderson)
O wär ich nie geboren! (Johann Wolfgang von Goethe)
Die Zeiten sind in uns und nicht wir in ihnen. (Ernst Barlach)
Es ist demütigend für die menschliche Vernunft, dass sie in ihrem reinen Gebrauch nichts ausrichtet, und sogar noch einer Disziplin bedarf, um ihre Ausschweifungen zu bändigen, und die Blendwerke, die ihr daherkommen, zu verhüten. (Immanuel Kant)
Forscht und sehnt euch nicht nach letzten Worten! Wer mit Gott spricht, redet nicht mehr zu Menschen. (Walter Flex)
Ich wollte in meinem Garten eine Fontaine anlegen lassen. Euler berechnete die Kräfte der Räder, durch die das Wasser in ein Bassin steigen, von da wieder herunterfallen, durch Kanäle fließen und in Sanssouci springen sollte. Meine Wasserkunst ward mathematisch angelegt, und konnte fünfzig Schritte weit nicht einen Tropfen in die Höhe bringen. O Eitelkeit der Eitelkeiten! O Eitelkeit der Geometrie! (Friedrich II. (Preußen))
Wer das handelt, der hat gewöhnlich den Gewinn; wer alles überlegt und zaudert, der nicht leicht. (Xerxes I.)
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