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Zufällige Sprüche
Wenn's zur Zeit schlecht läuft, wird es nicht auch in der Zukunft so sein. (Horaz)
Wenn der Entschluss einmal gefasst ist, das Ohr auch für den besten Gegengrund zu schließen: Zeichen des starken Charakters. Also ein gelegentlicher Wille zur Dummheit. (Friedrich Nietzsche)
Die Sünde, die »usura« (Zinsnehmen, Wucher) heißt und im Darlehensvertrag ihren eigentlichen Sitz und Ursprung hat, beruht darin, dass jemand aus dem Darlehen für sich mehr zurück verlangt, als der andere von ihm empfangen hat. (Benedikt XIV.)
Zu allen Zeiten haben die Kleinen für die Dummheit der Großen büßen müssen. (Jean de La Fontaine)
So sind die Menschen! Immer hab'nse was am andern auszusetzen, doch nach sich selber kucken tunse nich. (Eduard Douwes Dekker)
Wie Krankheit die Dimension des Ichs vergrößert! (Charles Lamb)
Greise glauben alles. Männer bezweifeln alles. Junge wissen alles. (Oscar Wilde)
In dunklen Zeiten wurden die Völker am besten durch die Religion geleitet, wie in stockfinstrer Nacht ein Blinder unser bester Wegweiser ist; er kennt Wege und Stege besser als ein Sehender. – Es ist aber töricht, sobald es Tag ist, noch immer die alten Blinden als Wegweiser zu gebrauchen. (Heinrich Heine)
Längst heißt mir Schweigen allen Grames einz'ger Arzt! (Aischylos)
Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst des Kommunismus. (Karl Marx)
Gläubiger haben ein besseres Gedächtnis als Schuldner. (Benjamin Franklin)
Kein Zug des Schicksals setzt mich matt: - // Matt werden kann ja nur der König. (Ferdinand Freiligrath)
Der Haß ist parteiisch, aber die Liebe ist es noch mehr. (Johann Wolfgang von Goethe)
Es ist nicht, und es wird auch nimmer gut. (William Shakespeare)
Wenn Seufzer die Welt verbessern könnten, sie wäre längst keiner Verbesserung mehr fähig. (Wilhelm Raabe)
Was aber die Leute gemeiniglich das Schicksal nennen sind meistens nur ihre eigenen dummen Streiche. (Arthur Schopenhauer)
Die Liebe und das Leben ehren – // Das möchten wir Euch eben lehren. (Erich Mühsam)
Der gute Geschmack ist die Fähigkeit, fortwährend der Übertreibung entgegenzuwirken. (Hugo von Hofmannsthal)
Man fällt nicht über seine Fehler. Man fällt immer über seine Feinde, die diese Fehler ausnutzen. (Kurt Tucholsky)
Das Verstehen ist ein Wiederfinden des Ich im Du. (Wilhelm Dilthey)
Das Los des Menschen scheint zu sein, nicht Wahrheit, sondern Ringen und Wahrheit, nicht Freiheit und Gerechtigkeit und Glückseligkeit, sondern Ringen darnach. (Johann Gottfried Seume)
der Sperling gleicht dem Menschen, an sich ist er ohne Wert, aber er trägt die Möglichkeit zu allem Großen in sich. (Theodor Storm)
Zum Zwecke der Bewahrung der Reden, der Stimmen und der letzten Worte von sterbenden Familienmitgliedern - wie von großen Männern - wird der Phonograph fraglos die Fotografie ersetzen. (Thomas Alva Edison)
Solange wir Fleisch essen, können wir uns nicht über Pelze beschweren. (Karl Lagerfeld)
Aber Humor ist auch die Freude, welche die Welt überwunden hat. (Søren Kierkegaard)
Deutschland, Deutschland über alles // über alles in der Welt […] (August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)
Welches ist nun die Richtung dieses Fortschrittes und welchem Ziel strebt er zu ? Die Richtung ist offenbar eine beständige Verfeinerung des Weltbildes durch Zurückführung der in ihm enthaltenen realen Elemente auf ein höheres Reales von weniger naiver Beschaffenheit. Das Ziel aber ist die Schaffung eines Weltbildes, dessen Realitäten keinerlei Verbesserung mehr bedürftig sind und die daher das endgültig Reale darstellen. Eine nachweisliche Erreichung dieses Zieles wird und kann niemals gelingen...
Amors Pfeil hat Widerspitzen, // wen er traf, der lass ihn sitzen // und erduld ein wenig Schmerz! (Gottfried August Bürger)
Freuen wir uns darauf, wie wir und freuen, wenn uns ein Kind geboren wird. Lachen wir es an, das neue Jahr, lächeln wir ihm zu! (Charles Dickens)
An einem Sommerabend, im Schatten des heiligen Hains, // da lagen auf Bärenhäuten zu beiden Seiten des Rheins // verschiedene alte Germanen, als plötzlich mit höflichem Gruß // ein Römer kam: "Meine Herren! ich heiße Tacitus". (Wilhelm Ruer)
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. (Albert Einstein)
Was ist alle gemachte Poesie in einer großen Stadt gegen die Schönheit eines Kornfeldes. (Peter Rosegger)
Die Welt will betrogen sein. (Sebastian Brant)
Beim Ekel vor Tieren ist die beherrschende Empfindung die Angst, in der Berührung von ihnen erkannt zu werden. Was sich tief im Menschen entsetzt, ist das dunkle Bewußtsein, in ihm sei etwas am Leben, was dem ekelerregenden Tiere so wenig fremd sei, daß es von ihm erkannt werden könne. – Aller Ekel ist ursprünglich Ekel vor dem Berühren. (Walter Benjamin)
Er hatte abgezehrte und zerfurchte Wangen, bleiche Lippen und machte durch seine schmutzige Blässe einen krankhaften, bösartigen und abstoßenden Eindruck. Sein Äußeres war wie schon Schimmel überzogen; Wäsche war nicht zu sehen, ein alter schwarzer Mantel umschloß eng seine dünnen und mageren Glieder; er sah aus, als habe er in einer Kloake gelebt und sei von dort hierher gekommen. Wie man mir sagte, war es Blanqui. (Alexis de Tocqueville)
Ich glaube, dass der Künstler nicht bloß charmanter Gesellschafter oder Lebensphilosoph, sondern Priester des Ewigen sei. (Zacharias Werner)
Dem Tüchtigen ist diese Welt nicht stumm. (Johann Wolfgang von Goethe)
Es sind also nicht die sogenannten Mißbräuche wirtschaftlicher Macht zu bekämpfen, sondern wirtschaftliche Macht selbst. (Walter Eucken)
Ich habe keine Religion. (Horaz)
Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst. (Friedrich Schiller)
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