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Zufällige Sprüche
Ja, mich dünkt zuweilen, der Teufel, der Adel und die Jesuiten existieren nur so lange, als man an sie glaubt. (Heinrich Heine)
Den leeren Schlauch bläßt der Wind auf, // Den leeren Kopf der Dünkel. (Matthias Claudius)
Was das Wollen selbst anbetrifft, so ist es unrichtig, wenn man sagt, daß es Gegenstand des freien Willens sei (Gottfried Wilhelm Leibniz)
Glücklich sein und andere glücklich machen, sonst hast du auf Erden nichts zu tun. (Peter Rosegger)
Ach! wohin bist du geflohen, // Meiner Jugend Heiterkeit? // Ach! wie schnell bist du entschwunden, // Meines Lebens Rosenzeit? (Christian August Vulpius)
Die Tochter des Neides ist die Verleumdung. (Giacomo Casanova)
Nichts ist fürchterlicher, als alle Tage von morgens bis abends etwas tun zu müssen, was einem widerstrebt. Und je menschlicher der Arbeiter fühlt, desto mehr muss ihm seine Arbeit verhasst sein, weil er den Zwang, die Zwecklosigkeit für sich selbst fühlt, die in ihr liegen. (Friedrich Engels)
Das Schicksal findet seinen Weg. (Vergil)
Die erste Religion war jene, die das erstgeborne Volk der Sterne übte. (Joseph Görres)
[…] die abstrakten Worte, deren sich doch die Zunge naturgemäß bedienen muß, um irgend welches Urteil an den Tag zu geben, zerfielen mir im Munde wie modrige Pilze. (Hugo von Hofmannsthal)
Alles, was ich weiß, ist, dass man das Leben nicht verstehen kann ohne viel Güte, dass man es nicht leben kann ohne viel Güte. (Oscar Wilde)
Ein glücklicher Mensch ist zu zufrieden mit der Gegenwart, um sich viele Gedanken über die Zukunft zu machen. (Albert Einstein)
So lern auch diese Zweige (Lorbeer) tragen, die // Das Schönste sind, was wir dir geben können. // Wem einmal würdig sie das Haupt berührt, // Dem schweben sie auf ewig um die Stirne. (Johann Wolfgang von Goethe)
Wenn die Eifersucht die Liebe überlebt, so überlebt die Eigenliebe sie gleichfalls. (Théodore Jouffroy)
Wo aber Gefahr ist, wächst // das Rettende auch. (Friedrich Hölderlin)
Wahlen allein machen noch keine Demokratie. (Barack Obama)
Unternimm nie etwas, wozu du nicht das Herz hast, dir den Segen des Himmels zu erbitten! (Georg Christoph Lichtenberg)
Sind einem gegebenen Menschen, unter gegebenen Umständen, zwei Handlungen möglich, oder nur Eine? - Antwort aller Tiefdenkenden: Nur Eine. (Arthur Schopenhauer)
Sollen gehört von Hause aus der Theologie an, bedeutet eine Verpflichtung oder Verschuldung des Menschen gegen Gott; »du schuldest, nicht zu töten«, hätte das soundsovielte Gebot im Geiste der althochdeutschen Sprache heißen können; und wieder bei anderer Entwicklung der Sprache hätte Schiller vielleicht seinen Satz so geformt, »der Übel größtes aber ist das Sollen«. (Fritz Mauthner)
Zur Philosophie verhält sich die Poesie, wie die Erfahrung sich zur empirischen Wissenschaft verhält. (Arthur Schopenhauer)
Das ist das Ungeheure in der Liebe, meine Teure, daß der Wille unendlich ist und die Ausführung beschränkt; daß das Verlangen grenzenlos ist, und die Tat ein Sklav' der Beschränkung (William Shakespeare)
Planmäßigkeit ist "… eine bestimmte Anordnung der einzelnen Teile eines Gegenstandes, die diesen zu einer Einheit macht. … Die Einheit, die auf diese Weise zustande kommt, ist immer eine 'funktionelle'. Denn dasjenige, was sich zu einer Einheit zusammenschließt, ist nicht die Form, sondern die Funktion der einzelnen Teile. (Jakob Johann von Uexküll)
Suchst du das Höchste, das Größte? Die Pflanze kann es dich lehren. Was sie willenlos ist, sei du es wollend - das ist's! (Friedrich Schiller)
Durch den wahren Vortrag muß der Meister sein Recht behaupten. (Joseph Haydn)
Bitte ... zeichne mir ein Schaf (Antoine de Saint-Exupéry)
Gewöhnlich erlebt der Mensch am anderen Menschen nur die chinesische Mauer seines Ichs. (Ferdinand Ebner)
Lass dich den Teufel bei einem Haare fassen, und du bist sein auf ewig. (Gotthold Ephraim Lessing)
Sterben? Ich würde ablehnen, mein Freund. Kein Barrymore würde es zulassen, dass ihm eine solch profane Sache passiert. (John Barrymore)
Was nun andererseits die Menschen gesellig macht ist ihre Unfähigkeit, die Einsamkeit, und in dieser sich selbst, zu ertragen. (Arthur Schopenhauer)
Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt. (Ludwig Wittgenstein)
Wer nur um Gewinn kämpft, erntet nichts, wofür es sich zu leben lohnt. (Antoine de Saint-Exupéry)
Die Mathematiker sind eine Art Franzosen: Redet man zu ihnen, so übersetzen sie es in ihre Sprache, und dann ist es alsobald ganz etwas anderes. (Johann Wolfgang von Goethe)
Tiefe Einsamkeit ist erhaben, aber auf eine schreckliche Art. (Immanuel Kant)
Je mehr ich über Menschen lerne, desto mehr mag ich meinen Hund. (Mark Twain)
Wer morgens betet, hat den Rest des Tages Zeit für Spaß und Sauereien. (Marilyn Monroe)
Gestalt hat nur für uns, was wir überschauen können. (Karoline von Günderrode)
Ich glaube, dass Kinder und Erwachsene etwas leisten wollen. Ich glaube, dass das Wort Leistungsdruck aufkam, nicht weil Leistung an sich gehasst wird, sondern fremd verlangte Leistung, die nicht mit inneren Bedürfnissen vebunden ist. (Ruth Cohn)
Liebe ist die einzige Kraft, die einen Feind in einen Freund verwandelt. (Martin Luther King)
Um Gott erlangen zu können, bedarf es gewisser günstiger Bedingungen: der Gesellschaft von Heiligen, Unterscheidungsvermögens und den Segen eines echten Lehrers (Ramakrishna)
So kommt es, daß du weniger vom morgigen Tag abhängig bist, wenn du den heutigen in die Hand nimmst. (Seneca d.J.)
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